EE-Ziele bleiben unverbindlich

Die EU-Kommission hatte im Rahmen ihres Energiepaketes am 10. Januar einen verbindlichen Anteil von 20% erneuerbaren Energien an der gesamten Energieversorgung in Europa im Jahr 2020 vorgeschlagen.

Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) ist enttäuscht: »Jetzt droht die pure Unverbindlichkeit.« Allerdings war dieses Abstimmungsergebnis nicht überraschend: Dass alle Minister verbindlichen Zielen zustimmen, und so möglicherweise Strafgelder für deren Nichteinhaltung riskieren, war nicht zu erwarten.

Die Verbände der erneuerbaren Energien verlangen, dass nun die Bundeskanzlerin den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft zur Chefsache macht. Lackmann: »Frau Merkel hat es nun in der Hand, im Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs Anfang März doch noch anspruchsvolle verbindliche und sektorale Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien in Europa durchzusetzen«. Vor allem komme es dabei darauf an, klare Einzelziele für alle drei Energiesektoren – Strom, Wärme und Kraftstoffe – zu setzen.