Die neue SW&W oder: Warum machen wir das?

Im aktuellen Editorial spricht Chefredakteur Dr. Volker Buddensiek über den Relaunch von SONNE WIND & WÄRME.
Im aktuellen Editorial spricht Chefredakteur Dr. Volker Buddensiek über den Relaunch von SONNE WIND & WÄRME.
13.06.2016

SONNE WIND & WÄRME feiert Jubiläum. Mit 40 Jahren ist man – Jüngere und Ältere mögen mir das gleichermaßen nachsehen – im besten ­Alter! Zu jung, um nostalgisch verklärte Blicke auf die Vergangenheit zu werfen, und zu alt, um mit rosa Brille auf der Nase überall dabei sein zu wollen. Für uns ist die Zahl 40 Anlass zu analysieren, was wirklich zählt. Also über Bord mit einer Heftstruktur, die sich historisch gewachsen an den Branchen der erneuerbaren Energien orientiert, ganz so, als könnten Photovoltaik, Wind­energie, solare Wärme oder Bioenergie allein den Einsatz von Atom­energie, Kohle, Gas und Erdöl überflüssig machen.

Doch so sicher wie es ist, dass fossile Brennstoffe und Kernenergie für eine rückwärtsgewandte Energieversorgung stehen, so sicher ist auch, dass ein Gelingen der Energiewende eine intelligente Kombination von Technologien aus unterschiedlichen regenerativen Energiequellen voraussetzt. Wir brauchen das Zusammenwirken von Windenergie, Photovoltaik, Solarthermie und Bio­energie. Zusammenwirken heißt, angepasste Lösungen für eine häusliche Energieversorgung anzubieten, aber auch Vernetzungen im Quartier, auf kommunaler Ebene bis hinauf zu länderübergreifenden Verteilnetzen. Das kann nicht gelingen, wenn man den Blick auf die technischen ­Erfordernisse einzelner Technologien verengt.

Als Leser werden Sie künftig in der SONNE WIND & WÄRME die regenerativen Technologien in die drei großen Säulen der Energiewende eingeordnet finden: Strom, Wärme und Mobilität. Dort werden wir wie bisher über die wichtigsten technologischen Trends berichten und in Marktübersichten Orientierung bieten. Doch wir wollen einen wichtigen Schritt weitergehen: Wir werden verstärkt über das Zusammenwirken der regenerativen Branchen berichten, sei es bei der Erzeugung und Speicherung von Energie, sei es bei ihrer intelligenten Verteilung und Nutzung in häuslichem Maßstab und auf Ebene der Netze.

Sie werden künftig in jeder Ausgabe Informationen über das Thema Elektromobilität finden, denn eine Energiewende unter Ausschluss der Mobilität kann es nicht geben. Wir werden auch verstärkt über Kommunikationstechnologien zur Überwachung und Steuerung intelligenter Energiesysteme berichten. Da müssen wir selbst noch viel lernen. Doch wir möchten Sie einladen, sich gemeinsam mit uns auf den Weg zu machen in unsere energetische Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam Fährtensucher werden auf dem Weg in unbekanntes Terrain.

Es wird Irrwege geben, wir werden Fehler machen, doch wir wollen vorangehen – weil wir überzeugt sind, dass der größte Fehler, den wir machen könnten, der wäre, an Bekanntem festzuhalten und Lösungen in der Vergangenheit zu suchen.

Ich möchte Sie ausdrücklich einladen, uns gemäß unserem Motto »Be Part of Us« auf dem gemeinsamen Weg mit konstruktiver Kritik zu begleiten. In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Anrufe, E-Mails und Briefe.

Ihr Dr. Volker Buddensiek

PS: Natürlich freue ich mich genauso, wenn Ihnen unser neues Layout gefällt. Die SONNE WIND & WÄRME soll auch im Erscheinungsbild aufgeräumter, frischer und dynamischer sein – damit Sie die Ausgaben nicht nur mit intellektueller Befriedigung lesen, sondern auch mit Freude an der Gestaltung.

Neugierig? Dann können Sie hier einen Blick auf die aktuelle SONNE WIND & WÄRME 06/2016 werfen.

Themen, die Sie interessieren könnten

Das Bewusstsein für den Klimaschutz ist bei vielen Eigentümern da, dennoch handeln viele von ihnen noch nicht	Bild: Deutsche Rockwool

Viele Haus- oder Wohnungseigentümer beschäftigen sich gedanklich mit dem Klimaschutz, tun aber nichts für die Verbesserung der CO2-Bilanz ihres Gebäudes. Warum ist das so? Und wie lässt sich das ändern? Antworten darauf gibt eine repräsentative Studie des Kölner Forschungsinstituts Sirius Campus im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Die Wärmepumpe ist die Heizung der Stunde, die Nachfrage ist höher denn je. Um die umweltfreundliche Heizung in die Haushalte zu bringen, sind gut ausgebildete Fachkräfte zwingend notwendig.

Die WindEnergy Hamburg findet vom 27. bis 30. September statt	Quelle: Hamburg Messe und Congress/Michael Zapf

Dem Global Offshore Wind Report 2022 des Global Wind Energy Councils (GWEC) zufolge gingen im Jahr 2021 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 21,1 GW ans Netz. Das ist ein Branchenrekord und das dreifache der Vergleichszahl von 2020. Damit verfügte die Welt zu Jahresende über eine Offshore-Kapazität von 56 GW. Das sind 7 % der installierten Windenergie-Gesamtkapazität.

Eine Demonstrationsanlage für schwimmende Solaranlagen soll vor der niederländischen Küste errichtet werden

RWE und das niederländisch-norwegische Unternehmen SolarDuck haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam die Entwicklung von schwimmenden Solarparks auf dem Meer voranzutreiben. Um grundlegende Erkenntnisse über die schwimmende Solartechnologie von SolarDuck zu gewinnen, wird RWE in ein Pilotprojekt in der Nordsee investieren.