Neustrelitz ist „Energie-Kommune“ des Monats

Die Neustrelitzer Haushalte beziehen den Großteil ihrer Heizwärme aus einem Biomassekraftwerk der örtlichen Stadtwerke. Dort werden momentan gut 80 % des Wärmebedarfs für die rund 22.000 Einwohner aus Holzhackschnitzeln gewonnen. Zudem werden jährlich etwa 50.000 kWh Strom erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. In der Anlage werden ausnahmslos Hackschnitzel aus unbehandeltem Holz verbrannt, vorwiegend Waldrestholz, das bei der Durchforstung der umliegenden Wälder anfällt.

Dabei wurde der Bau des Kraftwerks zunächst aus einer Notwendigkeit heraus initiiert. Angesichts der steigenden Preise für Erdöl und Erdgas befürchteten die Neustrelitzer Stadtwerke, dass sich immer mehr Haushalte vom Wärmenetz abkoppeln und selbst Heizungen installieren. „Das war eine Frage des Überlebens für unser Fernwärmenetz“, erklärt Stadtwerke-Betriebsleiter Bernd Haase.
Nach Inbetriebnahme des Kraftwerks konnte der durchschnittliche Fernwärmepreis nach Aussage des Unternehmens von 78,82 auf 62,48 € je MWh gesenkt werden. Verliehen wurde der Titel der „Energie-Kommune“ von der Agentur für erneuerbare Energien.