Biopell stellt Insolvenzantrag

Die Biopell Holzpellets GmbH & Co. KG aus dem baden-württembergischen Empfingen hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Unternehmen hat in Achern eine Pelletsproduktion betrieben. In der Vergangenheit gab es Auseinandersetzungen mit den Anwohnern, die sich über Lärm- und Staubbelästigungen beschwert hatten. Infolgedessen hatte die Stadt Achern mit der Geschäftsleitung des Werks ausgehandelt, die Produktionsanlage entsprechend nachzurüsten.

Nach Angabe der Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH aus Rottweil haben Lieferanten – für alle Beteiligten völlig überraschend – kürzlich begonnen, wichtige Bauteile der Produktionsanlage wieder abzuholen. Angeblich waren diese Geräte noch nicht vollständig bezahlt und daher noch im Eigentum der Lieferanten. Die Geschäftsleitung habe dem Abtransport zugestimmt. Der Insolvenzverwalter soll jetzt eine Bestandsaufnahme durchführen, um zu prüfen, ob der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Von der Insolvenz sind sechs Mitarbeiter betroffen. Das Schwesterunternehmen, das das Werk in Achern verwaltet hat und in Empfingen ebenfalls ein Pelletwerk betreibt, befindet sich dagegen nicht in Insolvenz.