Batteriespeicher: Endlich wirtschaftlich!

In Deutschland sind lediglich rund 35.000 Batteriespeicher in Kombination mit einer PV-Anlage installiert. Experten erwarten in den kommenden Jahren jedoch einen starken Zubau. Denn die Systeme sind endlich auch wirtschaftlich attraktiv. Doch was die Effizienz der Heimspeicher angeht, gibt es nach wie vor große Unterschiede.

Die Anschaffungskosten für solare Batteriespeicher sinken immer weiter: Besonders der Preisrückgang der Lithium-Ionen-Zellen sorgt dafür, dass die Speichersysteme für den Ottonormalverbraucher erschwinglich werden. Zur Kostensenkung trägt auch die fortschreitende Automatisierung der Produktion bei. Aus einem aktuellen Monitoring-Bericht der RWTH Aachen geht hervor, dass sich Solarstromspeicher gerade von einem in Handarbeit gefertigten Nischenprodukt zu einem Massenmarkt entwickeln. Dabei verdrängen Lithium-Ionen-Batterien die mittlerweile veralteten Blei-Säure-Akkus immer mehr: Machten Blei-Batterien Mitte 2014 noch rund die Hälfte der verkauften Systeme aus, sind sie bis Ende 2015 nahezu vollständig aus dem Markt verschwunden.

MyReserve ist die Stromspeicher-Lösung von Solarwatt. Auf der Intersolar Europe wird das Upgrade MR800 vorgestellt. (Foto: Solarwatt)

Die Speichersysteme sind besonders für den Tag-/Nacht-Ausgleich des dezentral erzeugten PV-Stroms wichtig. „Ein leistungsfähiges und kostengünstiges Batteriesystem ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende. Denn die Systeme sorgen dafür, dass die selbst produzierte Energie auch dann genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint“, so Detlef Neuhaus, Geschäftsführer der SOLARWATT GmbH. Das Dresdner Unternehmen hat im Sommer 2015 das Stromspeicher-System MyReserve vorgestellt und erfolgreich am Markt platziert. Der modular aufgebaute Batteriespeicher wird bereits DC-seitig in das PV-System eingebunden und liefert einen Wirkungsgrad von 96 Prozent im Bestpoint. „Unser System trägt entscheidend dazu bei, dass der Verbrauch von selbst erzeugter Solarenergie endlich günstig und effizient wird“, ergänzt Neuhaus.

Die Wirtschaftlichkeit eines Speichersystems lässt sich aus den Investitionskosten und dem Kapitalrückfluss berechnen. Die Dauer des Kapitalrückflusses ist dabei durch den Wirkungsgrad des Speichers, die Lebensdauer sowie die Dimensionierung des Systems bestimmt. „Die Größe unseres Stromspeichers MyReserve ist für einen Vier-Personenhaushalt ideal. Die Speicherkapazität von 4,4 kWh (zwei Batteriemodule mit jeweils 2,2 KWh Kapazität, Anm. d. Red.) sind laut Verband der Elektrotechnik bei einem normgerechten Verbrauchsverhalten die wirtschaftlichste Batteriegröße“, meint Dr. Andreas Gutsch. Der ehemalige KIT-Wissenschaftler ist bei SOLARWATT Innovation für die Entwicklung des Batteriespeichers zuständig.

Auch die Geschwindigkeit, mit der das System auf eine Stromanforderung antwortet, wirkt sich auf die Wirtschaftlichkeit des Systems aus. Wenn der Batteriespeicher auf eine Anforderungsänderung nicht zügig reagiert, wird möglicherweise Strom aus dem Netz gezogen. Oder es wird fälschlicherweise Energie eingespeist, weil der Induktionsherd oder ein anderer taktender Verbraucher bereits ausgeschaltet wurde, der Speicher aber noch nicht wieder auf „Laden“ geschaltet hat. „Je schneller das Gerät eine Anforderungsänderung bedienen kann, desto effizienter ist auch der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms“, so Dr. Gutsch. „Unser Stromspeicher MyReserve benötigt von einer sprunghaften Änderung der Anforderung bis zur Bedienung nur 0,7 Sekunden – so schnell ist kein Mitbewerber.“

Weitere Informationen zum Solarwatt-Batteriespeicher MyReserve finden Sie unter: www.solarwatt.de