Winterstürme retten Jahresertrag

Die Daten des Deutschen-Wind-Index sind regional, zeitnah, beginnen 1981 und erfüllen die internationalen Standards der World Meteorological Organization. (Grafik: Sander + Partner)
Die Daten des Deutschen-Wind-Index sind regional, zeitnah, beginnen 1981 und erfüllen die internationalen Standards der World Meteorological Organization. (Grafik: Sander + Partner)
22.01.2016

Die Winterstürme im November und Dezember haben den Deutschen Windmüller 2015 ihren Jahresertrag gesichert. Im Bundesdurchschnitt lag der Wind im vergangenen Jahr einen Prozentpunkt unter dem langjährigen Mittel.

Bis in den November hinein war das Windjahr 2015 unter den Erwartungen zurück geblieben. Das Windaufkommen lag bis dahin weit unter dem langjährigen Mittel. Erst die Stürme im November und Dezember besserten die Bilanz auf, so dass das Windpotenzial im Bundesdurchschnitt am Ende des Jahres nur einen Prozentpunkt unter dem langjährigen Mittel lag. Zu diesem Ergebnis kommt der Windindex von Sander + Partner.

Zu verdanken ist das vor allem den starken Winterstürmen in Norddeutschland. Der Süden hatte dagegen wieder einmal das Nachsehen. Zwar zogen die Novemberstürme über ganz Deutschland, aber mit unterschiedlicher Stärke und Dauer. In weiten Teilen Süddeutschland reichten sie nicht aus, um sich am Ende des Jahres dem langfristigen Mittel zu nähern.

Da das Windaufkommen 2015 am Ende des Jahres immerhin 99 % des Mittelwertes des Vergleichszeitraums (1981-2010) erreichte, ist zumindest der deutlich negative Trend der letzten sieben Jahre gebrochen. Sieht man vom Ausnahmejahr 2007 ab, waren es sogar 12 Jahre in Folge, in denen der Wind in Deutschland zum Teil deutlich unter dem langjährigen Mittel des Deutschen-Wind-Index lag.

Katharina Garus

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