Windparks verschenken Geld

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat eine Studie zur Onshore-Windenergie veröffentlicht. (Grafik: Roland Berger)
Die Unternehmensberatung Roland Berger hat eine Studie zur Onshore-Windenergie veröffentlicht. (Grafik: Roland Berger)
09.02.2016

Laut einer Studie von Roland Berger könnten alleine die 477 Onshore-Windparks in Deutschland ihre Gewinne um mehr als 300 Mio. € steigern. Vor allem bei den Betriebskosten könnten sie im Schnitt 45 % sparen.

In Zeiten sinkender Förderungen müssen Windparks effizienter werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und das Verbesserungspotenzial scheint groß zu sein: Laut einer Studie von Roland Berger könnten alleine die 477 Onshore-Windparks in Deutschland ihre Gewinne um mehr als 300 Mio. € steigern. Vor allem bei den Betriebskosten könnten Onshore-Windparkbetreiber im Schnitt 45 % sparen, berechnen die Roland-Berger-Experten.

Dazu stehen sechs wichtige Kostenhebel zur Verfügung, an denen die Betreiber ansetzen können: an erster Stelle die Wartungskosten als größter Einzelposten der Betriebskosten, aber auch die Kosten für Grundstückspacht, Reparaturen, Versicherungen, Projektmanagement und Kapital könnten erheblich gesenkt werden.

„Unsere Studie zeigt insgesamt einen erfreulichen Trend zur Professionalisierung der Branche“, sagt Roland-Berger-Partner Torsten Henzelmann. Die Kosten sind zwischen 2010 und 2014 um ein Drittel gesunken und Strom aus Onshore-Wind ist an guten Standorten selbst ohne Förderung günstiger als Strom aus Kohle- oder Kernkraftwerken. „Diese positive Entwicklung kann und muss weitergehen. Gerade vor dem Hintergrund des derzeitigen Ölpreisverfalls müssen die Betreiber, aber auch die Politik jetzt handeln“, fordert Henzelmann.

Katharina Garus

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