Tödlicher Arbeitsunfall in der Nordsee

Im Baufeld Bard Offshore 1 rund 100 km vor der deutschen Küste ist Ende Januar ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. 
Foto: Bard
Im Baufeld Bard Offshore 1 rund 100 km vor der deutschen Küste ist Ende Januar ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. Foto: Bard

Am 25. Januar hat sich bei Arbeiten an einem Fundament aus noch ungeklärter Ursache ein Bauteil gelöst. Es riss einen 31-Jährigen, der sich daran fixiert hatte, in die 40 m tiefe Nordsee. Eine zweitägige Oberflächensuche mit Hubschraubern und Schiffen blieb erfolglos. Zwei Tage später wurde die Leiche des Mannes schließlich von einem Tauchroboter in der Nähe des Stahlfundaments gefunden. Der Mitarbeiter hatte zwar einen Überlebensanzug an, war aber nicht mit einem Peilsender ausgestattet. Die behördlichen Untersuchungen zum Unfallhergang sind angelaufen.
Für die verantwortliche Bard-Gruppe ist es seit 2010 der dritte tödliche Unfall. 2010 kam im Baufeld ein schwedischer Taucher ums Leben und im Tochterunternehmen Cuxhaven Steal Construction stürzte ein Mitarbeiter in den Tod.
Unterdessen hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger die Leitung und Einrichtung einer koordinierenden Notfallleitstelle für Offshorewindparks angeregt und sich mit 50 Betreibern in Bremen getroffen. Eine entsprechende Einrichtung müsste von der Branche finanziert werden. Die Resonanz auf den Vorschlag sei positiv aufgenommen worden.