Prototyp der V164-9.5 MW abgebrannt

Am 14. August bereiteten Arbeiter den Abbau der V164-9.5MW in Østerild vor. (Foto: MHI Vestas)
Am 14. August bereiteten Arbeiter den Abbau der V164-9.5MW in Østerild vor. (Foto: MHI Vestas)
18.08.2017

Am 4. August hat der Prototyp der V164-9.5 MW auf dem Testfeld im dänischen Østerild Feuer gefangen. Die Gondel ist komplett ausgebrannt. Experten von MHI Vestas erforschen nun die Ursache.

Als das Feuer ausbrach, sei die Anlage laut MHI Vestas nicht im Netzbetrieb gelaufen. “Sie hat gerade gestartet, sie war also in der Anlaufphase, als es passierte”, sagt Michael Morris, Pressesprecher bei MHI Vestas Offshore Wind. Zu dem Zeitpunkt sei niemand in oder auf der Anlage gewesen. Drei Stunden lang habe das Feuer gelodert. Verletzt wurde niemand.

Um dem Auslöser des Brandes auf die Spur zu kommen, hat MHI Vestas die Turbine am 15. August vom Turm geholt. “Um die Ursachenforschung fortsetzen zu können, mussten wir die Gondel näher untersuchen”, sagt Morris. Von gewonnenen Erkenntnissen konnte er am 17. August noch nichts berichten.

Die V164-9.5MW in Østerild läuft seit Ende 2016. Sie habe die Messungen der Leistungskurve und der Lasten erfolgreich absolviert, wie MHI Vestas anlässlich der offiziellen Markteinführung auf der Offshore Wind Energy 2017 Anfang Juni in London berichtet hatte. Seitdem kann die Anlage auch offiziell bestellt  werden. Mit dem ersten kommerziellen Einsatz der 9,5-MW-Anlage rechnete MHI Vestas für 2020. „Der Unfall hat keine Auswirkungen auf unsere Zeitpläne bei Produktion oder Installation”, verspricht Morris.

Die V164-9.5 MW ist aktuell die leistungsstärkste Windenergieanlage der Welt. Die Leistungssteigerung im Vergleich zur V164-8 MW hat MHI Vestas im Wesentlichen durch Softwareupdates und mit kleineren Änderungen am Getriebe und bei der Kühlung erreicht.

Katharina Garus

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