Offshore-Windprojekt Triton Knoll erreicht Financial Close

Bild: innogy
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03.09.2018

Die Innogy SE hat heute bekannt gegeben, dass Financial Close für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll erreicht und die erforderliche Projektfinanzierung gesichert wurden. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund zwei Milliarden britische Pfund. Damit sind für das Offshore-Windprojekt alle Weichen gestellt, um im September mit dem Bau des landseitigen Netzanschlusses zu beginnen.

Ein Konsortium aus 15 internationalen Banken stellt eine Finanzierung in Höhe von rund 1,75 Mrd. britische Pfund bereit, um die Realisierung des Offshore-Windparks 20 Meilen vor der Küste von Lincolnshire mit einer geplanten Kapazität von 860 MW zu sichern. Zu den Kapitalgebern gehören: Sumitomo Mitsui Banking Corporation, ABN Amro Bank N.V., MUFG Bank, Ltd., KfW Ipex-Bank, ING Bank N.V., Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Natixis, Bayerische Landesbank, National Westminster Bank Plc, Lloyds Bank plc, Skandinaviska Enskilda Banken AB, Commerzbank Aktiengesellschaft, BNP Paribas, Landesbank Baden-Württemberg und die Londoner Niederlassung der Banco Santander S.A.

Mitte August hatte Innogy bestätigt, dass sie im Einklang mit der vom Unternehmen verfolgten Strategie, große Projekte im Bereich erneuerbare Energien gemeinsam mit Partnern umzusetzen, das Projekt Triton Knoll mit zwei neuen Partnern vorantreiben will. Die neuen Gesellschafter werden J-Power (25%) und Kansai Electric Power Co., Inc. (16 %). Die Mehrheitsbeteiligung (59%) bleibt bei Innogy. Innogy wird sowohl Bau als auch Betrieb und Instandhaltung des Windparks im Namen der Projektpartner steuern.

In Vorbereitung auf die Bauphase sind nun alle Verträge mit Hauptlieferanten geschlossen worden. Die Hauptlieferanten sind: MHI Vestas, 3SF (Sif Netherlands B.V. und Smulders Projects Belgium N.V), NKT und Boskalis Subsea Cables and Flexibles (vorher VBMS), GeoSea, J Murphy & Sons, Siemens Transmission and Distribution, Seaway Heavy Lifting. Das Herzstück des Windparks sollen 90 Windenergieanlagen vom Typ V164 der Firma MHI Vestas werden. Diese Turbinen mit je 9,5 MW installierter Leistung zählen zu den derzeit leistungsstärksten und effizientesten Windkraftanlagen der Welt. Der Turbinenliefervertrag sieht vor, dass MHI Vestas die vollständige Vormontage der Turbinen im britischen Hafen Teesside durchführen wird. Allein die im Hafen anfallenden Arbeiten können mehr als 100 überwiegend regionale Arbeitsplätze stützen und neue Investitionen in die Hafenanlage in einer Größenordnung von bis zu 16 Mio. britische Pfund sichern.

Bau des landseitigen Netzanschlusses beginnt in Kürze

Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll der Offshore-Windpark Triton Knoll rechnerisch 800.000 britische Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen. Vorbereitende Arbeiten zur Bereitstellung des landseitigen Netzanschlusses sind bereits angelaufen. Dazu zählen die Verlegung einer 57 km langen unterirdischen Kabeltrasse, die Errichtung von Anlandungsinfrastruktur sowie die Konstruktion einer neuen Onshore-Umspannanlage bei Bicker Fen in Lincolnshire. Die eigentliche Bauphase soll im September beginnen. Die Errichtung der Windkraftanlagen startet voraussichtlich Ende 2019 / Anfang 2020. Nach aktueller Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden.

Für den Offshore-Windpark Triton Knoll wurde mit Ørsted ein Stromlieferungsvertrag (Power Purchase Agreement - PPA) über 15 Jahre unterzeichnet, in dessen Rahmen das Unternehmen 100 % des vom Windpark Triton Knoll erzeugten Stroms abnehmen wird. Der PPA ergänzt die Förderung, die Triton Knoll im Rahmen des sogenannten „Contract for Difference“ erhält, indem Marktpreisrisiken während der ersten 15 Betriebsjahre des Windparks minimiert werden.