Nordex will bis zu 500 Stellen abbauen

Nordex will noch in diesem Jahr bis zu 500 Stellen abbauen. Foto: Nordex SE
Nordex will noch in diesem Jahr bis zu 500 Stellen abbauen. Foto: Nordex SE
05.09.2017

In Reaktion auf eine rückläufige Nachfrage und veränderte Marktbedingungen in Deutschland hat Nordex ein Programm zur Kostensenkung in Höhe von 45 Mio. € angekündigt, das Einsparung von Materialkosten und Personalabbau in erheblichem Umfang beinhaltet.

In einer Pressemitteilung gab der Hamburger Hersteller von Windenergieanlagen heute Pläne bekannt für Einsparungen bei den Materialkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, aber auch einen Personalabbau. Insgesamt will Nordex im Jahr 2018 in Europa Materialkosten und betriebliche Aufwendungen Kosten in Höhe von 21 Mio. € senken sowie 24 €. Euro an Personalkosten einsparen.

Als Grund für die Maßnahmen nennt Nordex die weiterhin rückläufige Nachfrage und stark veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland sowie in weiteren europäischen Ländern an. Darauf reagiere die Nordex-Gruppe mit einem Kostensenkungsprogramm im beschriebenen Umfang.

Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen die Arbeitnehmervertretungen über einen Stellenabbau von bis zu 400 bis 500 Arbeitsplätzen in Europa informiert, der bis Ende des laufenden Jahres umgesetzt werden soll. Das betreffe hauptsächlich Standorte in Deutschland und in geringerem Umfang andere europäischen Niederlassungen. Ziel sei es, den notwendigen Personalabbau „so sozialverträglich wie möglich zu realisieren“, so Nordex in der Pressemitteilung.

Dabei rechnet der Konzern im Geschäftsjahr 2017 mit einmalig anfallenden Kosten im unteren zweistelligen Millionenbereich. Derzeit sind weltweit rund 5.200 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt, rund 48 % (2.500) davon in Deutschland. Vom Stellenabbau werde Nordex jene Geschäftsbereiche ausnehmen, mit denen das Unternehmen zukünftiges Wachstum sichern will.

„Der globale Markt für Windenergie expandiert mittelfristig wieder stärker. Allerdings ist er gleichzeitig von Systemumstellungen, starkem Preisdruck und einer Verschiebung des Wachstums von den etablierten Märkten zu den Schwellenländern geprägt. In den europäischen Kernmärkten zeichnen sich aktuell eine stagnierende bis rückläufige Entwicklungen ab, die uns vor Herausforderungen stellt“, so José Luis Blanco, CEO der Nordex SE: „Trotz einer guten Aufstellung und bereits erfolgreich eingeleiteter Maßnahmen müssen wir weitere kurzfristig wirksame Einsparungen realisieren. Eine Kapazitätsanpassung ist daher zwar schmerzhaft, aber unvermeidbar: Denn nur mit einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur und effizienten Produkten werden wir von unseren Kunden als vertrauensvoller und attraktiver Geschäftspartner wahrgenommen“.

Mit dem Zusammenschluss von Nordex und Acciona Windpower im Jahr 2016 verfügt die Gruppe über ein breites Produktportfolio, eine globale Präsenz und eine wettbewerbsfähige Konzerngröße. Erst am Freitag hatte Nordex eine neue deutlich leistungsstärkere Turbine der 4,0-MW-Klasse vorgestellt.

Nordex / Buddensiek

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