Neues Sprachrohr für die Offshore-Windenergie

Andree Iffländer, Vorsitzender des WEN, Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB,
Andree Iffländer, Vorsitzender des WEN, Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB,

Die drei Windenergienetzwerke Windenergie-Agentur (WAB), Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH (EEHH) und Wind Energy Network e.V. (WEN) wollen zum Thema Offshore-Windenergie mit einer Stimme sprechen und haben deshalb die Offshore-Wind-Industrie-Allianz (OWIA) gegründet. Die offizielle Eröffnung der Bundesvertretung durch Bürgermeister Olaf Scholz (Hamburg), Bürgermeister Jens Böhrnsen (Bremen), Energieminister Volker Schlotmann (Mecklenburg-Vorpommern) und Staatssekretär Dr. Oliver Liersch (Niedersachsen) fand am 12. Oktober in Berlin statt.

„Die Bundesvertretung der OWIA hat die Aufgabe, die politische Kommunikation der drei Industrienetzwerke zum Thema Offshore-Windenergie zu bündeln und in Berlin als direkter Ansprechpartner zu dienen", so Urs Wahl, Projektleiter im neu eröffneten Büro. Die Bürogemeinschaft mit der Stiftung Offshore-Windenergie und die räumliche Nähe zu den anderen Verbänden verbessere den Informationsfluss von und nach Berlin.

„Offshore-Windenergie ist eine tragende Säule der Energiewende", sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB, „durch die hervorragenden Windverhältnisse auf See sorgt sie für langfristige Versorgungssicherheit und reduziert teure Rohstoffimporte." Die derzeitige Strompreisdebatte greife vor diesem Hintergrund zu kurz, so Meyer.

Auch arbeite man in der Industrie hart an der Kostensenkung: „Da darf jetzt nicht der Schwung herausgenommen werden!", betont Industrievertreter Norbert Giese vom Turbinenhersteller REpower Systems „und deshalb brauchen wir dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen, politisch und wirtschaftlich!", so Giese weiter. Die deutsche Offshore-Branche stehe mit an der Spitze einer vielversprechenden, europaweiten Entwicklung, die noch mehrere Jahrzehnte anhalten werde.

„Die Küstenländer haben erkannt, dass Offshore-Windparks mit ihrer hohen jährlichen Auslastung das Energiesystem stabilisieren. Die Kooperation heute ist ein Zeichen dafür, dass die Branche dazu noch enger zusammen rückt", stellt Jan Rispens, Geschäftsführer der EEHH, fest. Im Vertrauen auf die Strategie der Bundesregierung zum Ausbau der Offshore Windenergie aus 2002 seien bereits Investitionen in Milliardenhöhe getätigt worden. Von diesen Investitionen profitiere nicht nur Norddeutschland, sondern ganz Deutschland, „das wird oft noch vergessen", so Rispens weiter.

„Für uns ist Offshore Wind eine der größten Chancen dieser Zeit. Wir können tausende neue Arbeitsplätze, nicht nur im strukturschwachen Norden schaffen", so Andree Iffländer, Vorsitzender des WEN, „besonders erfreulich ist, dass sich durch die Vernetzung von Offshore-Wind mit der maritimen Industrie hier ganz neue Geschäftsfelder eröffnen", so Iffländer weiter.

Katharina Garus