Neue Nordex-Turbine für Starkwindstandorte

Ab 2019 soll die N133/4.8 in Serie gefertigt werden. (Foto: Nordex)
Ab 2019 soll die N133/4.8 in Serie gefertigt werden. (Foto: Nordex)
26.04.2018

Die Nordex Group hat angekündigt, die im Herbst 2017 eingeführte Delta4000-Produktserie um eine auf Starkwindstandorte spezialisierte Turbine zu erweitern. Mit der Serienproduktion der N133/4.8 will der Hersteller 2019 starten.

Nordex hat für die N133/4.8 das Rotorblatt der N131-Turbine auf die Delta4000-Produktserie übertragen und mit der Nabe und dem Maschinenhaus der N149/4.0-4.5 kombiniert. Damit vergrößert sich der Rotordurchmesser auf 133 Meter. Eine erhöhte Maximalleistung von 4,8 MW soll die hohen Windgeschwindigkeiten optimal ausnutzen. Im Vergleich zum für Starkwindstandorte optimierten Vorgängermodell N100/3300 ergebe sich für die N133/4.8 ein Mehrertrag von bis zu 39%, hat Nordex errechnet. Das Unternehmen sieht den neuen Rotordurchmesser und die Maximalleistung als neuen Maßstab im Starkwindsegment.

Technische Innovationen der N149/4.0-4.5, wie ein verbessertes Wartungskonzept, eine mobile Kranlösung und ein effizienteres elektrisches System, werden demnach auch in der neuen N133/4.8 eingesetzt, um die Stromgestehungskosten signifikant zu senken. Analog zur N149/4.0-4.5 soll auch die N133/4.8 besonders niedrige Schallleistungspegel erzielen. Ausgestattet mit Serrations beträgt der Schallpegel der N133/4.8 nach Nordex-Angaben bei maximaler Leistung 106 dB(A), der je nach Bedarf und Standort durch zahlreiche Betriebsmodi bis auf 98 dB(A) gesenkt werden könne. Die vollständig flexible Steuerung könne auch auf Besonderheiten wie Feiertage oder bestimmte Tageszeiten angepasst werden. 

Nabenhöhen von 78, 83 und 110 Meter dienen der Einhaltung strikter Höhenbeschränkungen. Selbst unter komplexen Standortbedingungen und bei Beschränkungen der Gesamthöhe auf 145 Meter könne die N133/4.8 effizient und sicher betrieben werden, betont Nordex. Geeignet ist die N133/4.8 besonders für windstarke Regionen in Nordwesteuropa wie Großbritannien und Norwegen, sowie für Standorte mit hohen Windgeschwindigkeiten in der Türkei, Australien, Mittel- und Südamerika.

Ralf Ossenbrink / Nordex

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