Neue „Fachagentur Windenergie an Land“ koordiniert Onshore-Ausbau

Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und Verbände des Natur- und Umweltschutzes sowie der Wirtschaft haben am 23. April die „Fachagentur zur Förderung eines natur- und umweltverträglichen Windenergieausbaus an Land e.V.“ (Fachagentur Windenergie an Land) gegründet.

Die Fachagentur soll den Wissenstransfer aus Forschung und Entwicklung in die Praxis fördern und Kommunen sowie regionale Planungsgemeinschaften beraten. Sie wird sich in diesem Zusammenhang mit Fragen der räumlichen Steuerung, der Akzeptanz und Beteiligung, des Natur- und Artenschutzes, der Ästhetik gewachsener Kulturlandschaften sowie der notwendigen Abstimmung von Windenergie-, Netzausbau und Netzstabilität befassen.

Gründungsmitglieder der Fachagentur sind neben dem Bundesumweltministerium, das 2,3 Mio. € zur Verfügung stellt, diverse Ministerien unterschiedlicher Bundesländer sowie unter anderem der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Nicht dabei ist der Bundesverband WindEnergie (BWE), obwohl ihm nach der Satzung der Fachagentur Windenergie an Land eine ordentliche Mitgliedschaft zugestanden hätte. Die taz zitiert einen BWE-Sprecher: „Wir fürchten, dass der Vorstand nicht ausgewogen besetzt ist. Der Verein ist möglicherweise nicht im Interesse der Windindustrie.“

Der beratende Beirat aus fördernden Mitgliedern lässt allerdings anderes hoffen. In ihm sind unter anderem Enercon, Enertrag, GE, PNE und Windwärts vertreten.

Das operative Geschäft des Vereins soll im Sommer 2013, nach Einrichtung der Geschäftsstelle, aufgenommen werden. Sitz der Fachagentur Windenergie an Land ist Berlin.

Katharina Garus

Weitere Informationen:

Satzung der Fachagentur Windenergie an Land

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