KfW finanziert Windpark in Ägypten

02.12.2016

Zusammen mit weiteren Partnern finanziert die KfW einen Windpark in der Küstenregion des Roten Meeres. Ein entsprechendes Finanzierungsabkommen wurde von den beteiligten Parteien unterzeichnet. Der Windpark Gulf of Suez soll eine Gesamtleistung von 200 bis 250 MW haben.

Die KfW hat mit dem ägyptischen Kooperationsministerium ein Finanzierungsabkommen für den Windpark Gulf of Suez in der Küstenregion des Roten Meeres unterzeichnet. Dies geschah im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die KfW unterzeichnete den Vertrag gemeinsam mit den Finanzierungspartnern Europäische Investitionsbank (EIB), Agence Française de Développement (AfD) und der Europäischen Kommission.

Der zu errichtende Windparkt hat eine Leistung von 200 bis 250 MW. Er soll die Stromversorgung für 370.000 Menschen sichern und zugleich 300.000 t CO2 einsparen. Damit ist er ein bedeutender Baustein im ägyptischen Ausbauplan, nach dem 20 % der Stromkapazität des Landes bis 2022 erneuerbaren Ursprungs sein sollen.

„Die Engpässe in der Energieversorgung Ägyptens sind erheblich. Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums sind Investitionen in die Stromversorgung zur Sicherstellung der Energieversorgung dringend vonnöten und für die Stabilität des Mittelmeerstaats wichtige Voraussetzungen“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Höhe der Gesamtkosten des Windparks sowie der dazugehörigen Infrastruktur liegt bei € 340 Mio., wobei sich der Anteil der KfW auf € 72 Mio. beläuft. Die EIB beteiligt sich mit einem Darlehen über € 115 Mio., die AfD mit € 50 Mio. und die Europäische Kommission gibt einen Zuschuss in Höhe von € 30 Mio.

Philipp Kronsbein / KfW