Internationales Konsortium will an niederländischen Offshore-Markt

Die Niederlande wollen ihre Offshore-Windleistung ausbauen. Ein Konsortium der deutschen RWE Innogy, der spanischen EDP Renewables und des Finanzberatungsunternehmens Macquarie will an der ersten Ausschreibung teilnehmen. (Foto: Pixabay/BRRT)
Die Niederlande wollen ihre Offshore-Windleistung ausbauen. Ein Konsortium der deutschen RWE Innogy, der spanischen EDP Renewables und des Finanzberatungsunternehmens Macquarie will an der ersten Ausschreibung teilnehmen. (Foto: Pixabay/BRRT)
12.11.2015

Die Unternehmen RWE Innogy, EDP Renewables und Macquarie Capital sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, um an der Ausschreibung des niederländischen Offshore-Windparks Borssele I und II teilzunehmen. Den Schwerpunkt legt das Konsortium dabei zunächst auf die erste Auktionsrunde mit einem Volumen von 700 MW.

Die niederländische Regierung plant in den nächsten Jahren gleich mehrere Ausschreibungen, um die aktuelle Gesamtleistung der Offshore-Windkraft um 3,5 GW auf insgesamt 4,5 GW zu erhöhen. Dazu sollen zwischen 2015 und 2019 an fünf Standorten Windparks ausgeschrieben werden. Die Windparks verteilen sich auf drei Zonen: die süd- und die nordholländische Küste sowie Borssele im Südwesten der Niederlande. In Borssele und an der nordholländischen Küste sollen Windparks mit jeweils 1.400 MW Gesamtleistung entstehen, während die restlichen 700 MW an der Südküste gebaut werden sollen. 

Die erste Zone „Borssele“ ist in vier Parzellen aufgeteilt, in denen jeweils Anlagen mit 350 MW Leistung gebaut werden können, befindet sich ungefähr 500 m entfernt von der belgischen Exclusive Economic Zone (ausschließliche Wirtschaftszone) und nimmt eine Fläche von rund 344 km² ein. TenneT wird die Netzanbindung und zwei Offshore-Umspannwerke in der Zone bauen. Der Start der Ausschreibung für die Offshore-Windparks Borssele I und II mit je 350 MW Leistung – in den ersten beiden der vier Parzellen – ist für den 1. Dezember 2015 geplant und enden wird diese voraussichtlich am 31. März 2016.

Nach Ablauf dieser Frist wird die niederländische Regierung innerhalb von 13 Wochen den Gewinner der Ausschreibung bekanntgeben, weshalb die Vergabe wahrscheinlich nicht vor Anfang Juli 2016 erfolgen wird.

Hans Bünting, Geschäftsführer von RWE Innogy, erklärt: „Die Bildung dieses Konsortiums ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Teilnahme am anstehenden Ausschreibungsverfahren in den Niederlanden.“

Tanja Peschel

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