Hubschiff Innovation offiziell im Dienst

Großer Andrang bei der offiziellen Taufe des Kranhubschiffes Innovation. (Foto:
Großer Andrang bei der offiziellen Taufe des Kranhubschiffes Innovation. (Foto:

Mit der Taufe der Innovation am 3. September in Bremerhaven wurde das leistungsstärkste Kranhubschiff der Windbranche offiziell in den Dienst gestellt. Die 147 m lange Jack-Up-Barge kann bis zu 180 Personen beherbergen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h (12 Knoten). Das Schiff kann in Wassertiefen von bis zu 65 m arbeiten und verfügt über Ladekapazitäten von 8.000 t. Der eigene Deck-Kran ist in der Lage, Gewichte von bis zu 1.500 Tonnen zu heben.

Gebaut hat das Schiff die HGO InfraSea Solutions, ein Joint Venture von Hochtief und GeoSea. Letzteres ist wiederum ein Tochterunternehmen der belgischen DEME-Gruppe. Die Innovation entstand nach zweijähriger Planungszeit und ebenso langer Bauzeit in der polnischen Crist-Werft. 70 % des Einkaufsvolumens stammen aus deutscher Produktion. Dazu zählen der Liebherr-Kran und das Hubsystem von Siemens.

Die Innovation hat HGO speziell für den Bau und die Wartung von Offshore-Windparks sowie von Öl- und Gasanlagen im Meer entwickelt. Schon lange vor der Fertigstellung wurde sie für mehrere Jahre von Areva gechartert. In deren Auftrag nutzt Hochtief das Hubschiff zunächst für den Bau des Nordsee-Windparks Global Tech 1, für den 80 M5000-Windenergieanlagen von Areva errichtet werden sollen.

Im Beisein von rund 600 Gästen aus der europäischen Offshore-Wirtschaft hat Geertrui Van Rompuy-Windels – Ehefrau des Präsidenten des Europäischen Rates – das Schiff in Bremerhaven getauft. Ullrich Reinke, Mitglied des Vorstands der Hochtief Solutions AG, sagte: „Hochtief und GeoSea leisten mit der Entwicklung der Innovation einen entscheidenden Beitrag zur Kostensenkung beim Bau von Offshore-Windanlagen. Das Schiff kann auch unter rauen Bedingungen an 300 Tagen im Jahr eingesetzt werden. Investoren erhalten dadurch eine hohe Planungssicherheit.“

Katharina Garus

Google+