Hamburger Aluminiumhütte produziert Windstrom

Mit einer Gesamthöhe von 199 m erzeugen drei Windturbinen vom Typ Siemens 3.0-13DD jetzt Ökostrom auf dem Werksgelände der Trimet Aluminium SE in Hamburg. (Bild: Hamburg Energie)
Mit einer Gesamthöhe von 199 m erzeugen drei Windturbinen vom Typ Siemens 3.0-13DD jetzt Ökostrom auf dem Werksgelände der Trimet Aluminium SE in Hamburg. (Bild: Hamburg Energie)
27.02.2017

Auf dem Werksgelände der Trimet Aluminium SE im Hamburger Hafenumfeld wurde drei Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Das Projekt war in Teilen recht fordernd, alle Beteiligte sind allerdings zufrieden mit dem Ergebnis. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen werden aktuell schon weitere Anlagen geplant.

Der kommunale Energieversorger Hamburg Energie hat am 24.Februar drei neue Windenergieanlagen mitten im industriellen Umfeld des Hafens in Betrieb genommen. Die drei Turbinen des Typs Siemens 3.0-113DD sind mit Brandschutz-Anlagen ausgestattet, wie sie sonst nur im Offshore-Bereich Anwendung finden. Darüber hinaus wurden verschiedene Sensoren installiert um Eisabwurf zu verhindern. Droht dies, so werden die Rotoren gestoppt und das Maschinenhaus in eine sichere Position gedreht.

Dr. Martin Iffert, Vorstandsvorsitzeder der Trimet Aluminium SE, auf deren Gelände die die WEA in Betrieb genommen wurden, kündigte im Rahmen der Inbetriebnahme auch an, ein Cluster aus neun seiner insgesamt 270 Elektrolyseöfen so weit zu flexibilisieren, dass diese den Strom der Turbinen, der in die Direktvermarktung geht, zumindest bilanziell selbst nutzen.

Im Zusammenhang mit dem Projekt soll auch ein „Future Energy Solution“ genanntes System zum Einsatz kommen. Dieses möchte man bis Ende des Jahres installieren. Es handelt sich um einen Basaltschotter-Wärmespeicher, der bei einem Volumen von 2.000 m³ eine Kapazität von 36 MWh besitzen soll. Wird der gespeicherte Strom benötigt, erhitzt er einen Luftstrom, der eine Dampfturbine antreibt. Auf diese Weise will man eine Leistung von 1,5 MW bis zu 24 Stunden lang bereitstellen könne.

Mit den Erkenntnissen aus dem Projekt auf dem Gelände von Trimet Aluminium werden nun weitere Projekte vorangetrieben. Geplant sind beispielsweise drei Anlagen auf dem Gelände des Stahlwerks von Arcelor Mittal unweit des Standortes der bestehenden Anlagen.

Philipp Kronsbein / Hamburg Energie

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