Finanzierung für Offshore-Windparkprojekt Merkur bestätigt

 Beim Offshore-Windpark Merkur in der deutschen Nordsee warden zum ersten Mal im größeren Stil die Haliade 150-6MW Turbinen von GE zum Einsatz kommen. (Foto: GE)
Beim Offshore-Windpark Merkur in der deutschen Nordsee warden zum ersten Mal im größeren Stil die Haliade 150-6MW Turbinen von GE zum Einsatz kommen. (Foto: GE)
12.08.2016

Die Finanzierungsverträge für den Offshore-Windpark Merkur mit einer Gesamtleistung von 396 MW wurden bestätigt. Es geht dabei um Investitionskapital in Höhe von 1,6 Mrd. € und zum Kapitalgeber-Konsortium gehören GE, DEME, die Partners Group, InfraRed Capital Partners und die französische Organisation ADEME.

Der Offshore-Windpark wird 45 Kilometer nördlich von Borkum in der deutschen Nordsee entstehen. Beim Projekt Merkur kommt zum ersten Mal in großem Umfang die Turbine GE Haliade 150-6MW, eine getriebelose Windturbine mit 6 MW Leistung. Insgesamt 66 Turbinen sollen nach der Fertigstellung jährlich etwa 1.750 GWh Strom produzieren.

Das Projekt ist eines der größten Finanzierungsvorhaben zur Lieferung von Offshore-Windenergie in Deutschland. Der Bau soll unmittelbar beginnen. Die Merkur Offshore GmbH wird dabei zuständig für den Aufbau und den Betrieb der Turbinen von GE sein, während DEME die Montage durchführen wird.

Das Konsortium stellt für die Errichtung des Windparks Eigenkapital in Höhe von nahezu 500 Mio. € bereit. Zehn weitere Kreditgeber haben eine erstrangig besicherte Summe von etwa 1,2 Mrd. € zugesichert. Die KfW Mittelstandsbank beteiligt sich im Rahmen ihres Förderprogramms für Offshore-Windenergie in Deutschland.

„Da in Deutschland bis 2020 mehrere Kohle- und Atomkraftwerke stillgelegt werden, ist Merkur ein zeitgemäßes Projekt, das einen beträchtlichen Beitrag zur Energiewende hin zu erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Energieversorgungssicherheit leistet“, so Brandon Prater, Partner und Leiter des Bereichs Private Infrastructure bei Partners Group.

„DEMEs Spezialist für technisch komplexe Offshore-Projekte, GeoSea, wird den Bau von Merkur Offshore umsetzen. Unser Team von Spezialisten in Bremen wird bei der Umsetzung des Projekts eine wichtige Rolle spielen und damit erheblich zu den Plänen der Energiewende in Deutschland beitragen“, sagt Alain Bernard, Director und Chief Executive Officer der DEME Gruppe.

Tanja Peschel / GE