Euros verschifft 81,6 m langes Rotorblatt

Euros hat in Sassnitz das erste Rotorblatt für die 7-MW-Anlage von Mitsubishi v
Euros hat in Sassnitz das erste Rotorblatt für die 7-MW-Anlage von Mitsubishi v

Drei Monate nach der Eröffnung der Prototypen-Fertigung in Sassnitz/Mukran auf der Insel Rügen hat die Euros Entwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen mbH das erste Offshore-Rotorblatt an den Kunden Mitsubishi ausgeliefert und verschifft.

Die Rotorblätter dieses Typs mit einer Länge von 81,6 m und einer Masse von 32,5 t sind für Mitsubishis 7-MW-Turbine vorgesehen. Die soll erstmals an der schottischen Küste nahe Glasgow und im japanischen Fukushima errichtet werden. Das Blatt aus Sassnitzt tritt nun aber erst einmal die Reise zum Testinstitut des Fraunhofer IWES nach Bremerhaven an. Während Euros die Produktionshalle in Sassnitz für die ersten Prototypensätze nutzt, plant das Unternehmen für die Vorserien- und Serienproduktion einen Offshore-Produktionsstandort in Rostock.

Nachdem Euros bereits 2003 und 2006 Erfahrungen mit dem Bau von 5-MW-Offshore-Rotorblättern gesammelt hat, wurde 2009 eine eigene Offshore-Rotorblattentwicklung gestartet. Seitdem wurden in Zusammenarbeit mit Mitsubishi alle Aspekte des Designs, der Produktion, des Transports und der Wartung von Offshore-Rotorblättern in einem umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsprogramm untersucht. Windkanalversuche wurden durchgeführt um die bestmögliche aerodynamische Effizienz sicherzustellen. Tragende Gurte aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und Kernmaterialien, die bislang nur in der Luftfahrt eingesetzt wurden, sorgen für ein Höchstmaß an Festigkeit, Steifigkeit und Zuverlässigkeit, verspricht Euros.

Katharina Garus

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