Erhöhte Degression der Onshore-Windförderung auch zum 1. April 2016

Wegen des kräftigen Zubaus an Windenergieanlagen in den letzten 12 Monaten, werden zum 1. April 2016 die Fördersätze angepasst. (Foto: dpa)
Wegen des kräftigen Zubaus an Windenergieanlagen in den letzten 12 Monaten, werden zum 1. April 2016 die Fördersätze angepasst. (Foto: dpa)
01.12.2015

Die Bundesnetzagentur hat bekannt gegeben, dass auch zum 1. April 2016 die Förderung von Windenergieanlagen an Land um 1,2 % gekürzt wird. Diese erhöhte Degression gilt ebenfalls zum 1. Januar. In den jeweiligen Bezugszeiträumen war der Ausbaukorridor überschritten worden.

Weil der Netto-Zubau von Windenergieanlagen an Land im Bezugszeitraum erneut deutlich oberhalb des Zubaukorridors lag, kommt es zum 1. April 2016 zu einer erhöhten Absenkung des Vergütungssatzes. Nur wenn sich der Zubau innerhalb des gesetzlichen Korridors von 2.400 bis 2.600 MW bewegt hätte, wäre eine Absenkung der Vergütungssätze um 0,4 % zum Tragen gekommen. Weil zwischen November 2014 und Oktober 2015 aber etwa 3.712 MW Onshore-Windenergie zugebaut wurden, hat die Bundesnetzagentur wie schon zum 1. Januar 2016 auch zum 1. April 2016 eine Absenkung der Förderhöhe um 1,2 % bekannt gegeben.

Bei Biomasse bewegt sich der Zubau mit 67 MW wieder unterhalb der angesetzten Zubaugrenze von 100 MW. Damit kommt es am 1. April 2016 lediglich zur Basisdegression von 0,5 %.

Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2014 ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Entscheidend hierfür ist der Zubau im Bezugszeitraum von zwölf Monaten. Für Onshore-Windenergie und Biomasse ist dieser früher angesetzt als bei Photovoltaik, so dass die Förderhöhe früher berechnet und bekannt gegeben werden kann.

Weitere Informationen zu den Fördersätzen für Wind an Land und Biomasse sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter: www.bundesnetzagentur.de/eeg-a zu finden.

Katharina Garus / Bundesnetzagentur

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