Enercon nimmt Schwachwind-Prototyp in Betrieb

In Thüringen hat Enercon den Prototyp einer neuen Schwachwind-WEA errichtet. (Foto: Enercon)
In Thüringen hat Enercon den Prototyp einer neuen Schwachwind-WEA errichtet. (Foto: Enercon)
06.02.2017

Der Auricher Hersteller Enercon hat die erste Anlage des Typs E-141 EP4 erfolgreich in Betrieb genommen. Wie geplant wurde der Prototyp der neuen Schwachwindanlage (Windklasse III) in Coppanz in Thüringen auf einem Hybridturm mit 129 m Nabenhöhe installiert.

Wie das Unternehmen berichtet, läuft der Testbetrieb und die ersten Kilowattstunden wurden ins Netz eingespeist. Die E-141 EP4 basiert auf Enercons neuer 4-MW-Plattform, auf der auch die neue E-126 EP4 für mittlere Standorte (Windklasse IIa) aufbaut. Beide EP4-Typen verfügen über eine Nennleistung von 4,2 MW. Nach Angaben von Enercon ist mit einem Rotordurchmesser von 141 Meter an der E-141 EP4 das derzeit längste Onshore-Rotorblatt im Einsatz.

An windschwachen Standorten mit 6,5 Meter pro Sekunde mittlerer Windgeschwindigkeit erwarten die Entwickler Jahreserträge von mehr als 13 Millionen Kilowattstunden. Damit sei der neue Typ die derzeit ertragsstärkste Windklasse-III-Anlage im weltweiten Vergleich, betont Enercon. „Mit der Inbetriebnahme der ersten E-141 EP4 schließen wir die erste Phase der EP4-Marktein- führung optimal ab“, sagt EP4-Programmleiter Arno Hildebrand. „Innerhalb von nur neun Mona- ten haben wir drei Prototypen in Betrieb genommen – zwei E-126 EP4 und eine E-141 EP4.“

Derzeit befinden sich in Niedersachsen weitere Prototypen der E-141 EP4 für die Messkampagne zur Zertifizierung im Aufbau, berichtet Enercon. Im Frühjahr dieses Jahres soll bereits die Serienproduktion sowohl der E-126 EP4 als auch der E-141 EP4 starten. ENERCON plant, 2017 rund 150 Serienmaschinen der EP4 zu errichten, rund 80 davon als E-141 EP4.

Ralf Ossenbrink / Enercon