7-MW-Anlage von Siemens erhält Typzertifizierung

Im dänischen Østerild hat Siemens einen zweiten Prototyp der SWT-7.0-154 errichtet. (Foto: Siemens)
Im dänischen Østerild hat Siemens einen zweiten Prototyp der SWT-7.0-154 errichtet. (Foto: Siemens)
18.02.2016

Siemens hat für seine SWT-7.0-154 die Typzertifizierung erhalten und einen zweiten Prototyp im dänischen Østerild errichtet. Im Herbst 2017 soll die direkt angetriebene Großturbine in Serie gehen.

Die Entwicklung des neuen Topmodells der Siemens-Offshore-Windenergieanlagen erreicht die Zielgerade: Die 7 MW starke Turbine SWT-7.0-154 hat die Typzertifizierung erhalten. Zudem hat Siemens auch die Erprobungsläufe intensiviert und im dänischen Østerild einen zweiten Prototyp der SWT-7.0-154 errichtet. Im Herbst 2017 soll die direkt angetriebene Großturbine in Serie gehen.

Während der erste Prototyp zunächst zur Typzertifizierung diente, nutzen die Siemens-Ingenieure jetzt beide Anlagen für ein beschleunigtes Testprogramm. Im Mittelpunkt stehen sämtliche Aspekte der Netzverträglichkeit, darunter das Einhalten von Reaktionszeiten, Einspeisequalität und Sicherheit.

Einen Großteil der Komponenten der SWT-7.0-154 hat Siemens von der SWT-6.0-154 übernommen, darunter der Rotor mit einem Durchmesser von 154 m. Neu sind im Wesentlichen der Permanentmagnet-Generator, der Frequenzumrichter und der Mittelspannungstrafo. Während die Permanentmagneten und Segmente des Generators zusammen mit dem verstärkten Trafo für die höhere Nennleistung der Anlage sorgen, soll ein weiterentwickeltes Siemens Integrated Control System (SICS) mit verbessertem Umrichter der Anlage mehr Flexibilität verleihen. So spricht die SWT-7.0-154 laut Siemens besonders zuverlässig auf unterschiedliche Netzbedingungen hinsichtlich Spannung und Frequenz an.

„Bei der Entwicklung unserer SWT-7.0-154 sind wir jetzt in der Schlussphase angelangt und halten alle Zeitpläne ein", sagt Morten Rasmussen, Technologieleiter der Siemens Wind Power and Renewables Division. Erste Bestellungen für die neue Anlage liegen Siemens bereits vor, darunter das britische Offshore-Projekt Walney Extension East, das ab Anfang 2018 gebaut wird.

Katharina Garus / Siemens

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