Fördersätze für Onshore-Windenergie und Biomasse sinken

Wegen des kräftigen Zubaus an Windenergieanlagen im letzten Quartal, werden zum ersten Januar die Fördersätze angepasst. (Foto: dpa)
Wegen des kräftigen Zubaus an Windenergieanlagen im letzten Quartal, werden zum ersten Januar die Fördersätze angepasst. (Foto: dpa)
04.11.2015

Die Förderung von Windenergieanlagen an Land und von Biomasseanlagen wird zum 1. Januar 2016 gekürzt. Weil der Ausbaukorridor für Windenergie an Land überschritten wurde, sinken die Förderung dafür um 1,2 %. Bei der Biomasse kommt es zur Basisdegression von 0,5 %.

Wie die Bundesnetzagentur bekannt gegeben hat, werden die anzulegenden Werte für die Förderung von Windenergieanlagen an Land und von Biomasseanlagen zum 1. Januar 2016 gekürzt. "Der Zubau bei Wind an Land liegt über dem gesetzlich vorgesehenen Zubau. Der Zubau bei Biomasse ist stark gesunken und hat die Zubaugrenze nicht überschritten. Deswegen sinken die Fördersätze für Windenergie an Land um 1,2 % und für Biomasse um die Basisdegression von 0,5 %", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Die Zubauzahlen für Windenergie an Land im Bezugszeitraum liegen mit etwa 3.666 MW oberhalb des gesetzlichen Korridors von 2.400 bis 2.600 MW. Beim Energieträger Biomasse wurde mit einem geringen Zubau von nur etwa 71 MW die Zubaugrenze von 100 MW nicht überschritten.

Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Entscheidend hierfür ist der Zubau in einem vorangegangenen zwölfmonatigen Bezugszeitraum. Bewegt sich der Netto-Zubau bei Windenergieanlagen an Land innerhalb des gesetzlichen Korridors, ist eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 0,4 % pro Quartal vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Eine Unterschreitung des Korridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt.

Beim Energieträger Biomasse gibt es nur eine jährliche Zubaugrenze, ab der die Förderung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 % gekürzt wird. Bleibt der Ausbau unter der Grenze, gibt es keine Anpassungen.

Katharina Garus / BNetzA

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