Wärmepumpen-Absatz 2013 leicht gestiegen

Die Absatzzahlen 2013 des Bundesverbandes Wärmepumpe.
Die Absatzzahlen 2013 des Bundesverbandes Wärmepumpe.
27.01.2014

Die Zahl der verkauften Heizwärmepumpen stagnierte 2013 mit ca. 60.000 verkauften Exemplaren. Vermutlich hat sich der steigende Strompreis dämpfend auf die Wärmepumpen-Verkäufe ausgewirkt. Der Absatz von Warmwasserwärmepumpen stieg um 13,1 % an und lag bei 12.100 Stück. Der Trend, dass vermehrt auf Warmwasserwärmepumpen gesetzt werde, könnte laut BWP dadurch verursacht werden, dass viele PV-Anlagenbesitzer aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung und des steigenden Strompreises ihren Solarstrom gerne „einlagern“ möchten – idealerweise ohne teure Batteriesysteme. Durch die Kombination mit einer Wasserwärmepumpe kann die PV-Anlage auch einen Großteil des warmen Wassers für den Eigenbedarf produzieren.  

Der Marktanteil der Erdwärmepumpen sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % auf einen Wert von 35,2 %. Im Jahr 2013 setzten also nur 21.100 Haushalte auf Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen. Der Rückgang der Erdwärmepumpen lässt sich einerseits durch einige Schadensfälle begründen, die das Vertrauen der Endkunden in das System geschwächt haben. Zum Teil liegt es aber auch an der mangelnden Planungssicherheit. Denn viele Bauherren wissen in der entscheidenden Phase der Planung noch nicht, ob die für die Erdwärmenutzung notwendigen Bohrungen genehmigt werden und welche Auflagen erfüllt werden müssen.

Einen Wachstumsschub hat hingegen auch das Segment der Luftwärmepumpe erfahren. Mit 38.900 verkauften Exemplaren, ergibt sich nun ein Anteil von 64,8 % am Wärmepumpenmarkt. Verursacht wird dies zum Teil wahrscheinlich durch den Komfort und den günstigeren Preis von Splitanlagen, bei denen nur die Wärmepumpe im Hausinneren aufgestellt werden muss und Ventilator und Verdampfer ausgelagert werden können.

Der Geschäftsführer des BWP, Karl-Heinz Stawiarski erklärt sich das ungebrochene Interesse der Wärmepumpen teilweise mit den neuen primärenergetischen Anforderungen beim Hausbau, die wohl durch die EnEV 2014 noch weiter verschärft werden.

Wie sich die Absatzzahlen der verschiedenen Wärmepumpensegmente in Zukunft entwickeln werden, hängt allerdings auch von der Sanierungsquote für die deutschen Heizungskeller ab. Eine Verdopplung der Quote durch die große Koalition würde laut Stawiarski nicht nur den Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich senken, sondern auch der Erdwärmebranche wieder Aufwind geben.

Tanja Peschel

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