Effizienter Erdwärmekollektor mit geringem Platzbedarf

Die auffällige Kollektorform sorgt für eine zusätzliche Steigerung der Effizienz, denn die Sole wird durch sie verwirbelt, was den gleichmäßigen Wärmetransport unterstützt. (Foto: GeoCollect)
Die auffällige Kollektorform sorgt für eine zusätzliche Steigerung der Effizienz, denn die Sole wird durch sie verwirbelt, was den gleichmäßigen Wärmetransport unterstützt. (Foto: GeoCollect)
13.11.2017

Erdwärmekollektoren benötigten bislang recht große, nicht versiegelte Flächen, um angemessene Wirkungsgrade zu erzielen. In der Vorplanung geht man z.B. bei rohrbasierten Kollektoren vom 1,5- bis 2-fache der Gebäudenutzfläche aus. Eine Verringerung des Platzbedarfs bietet zahlreiche Vorteile; sie ermöglicht den Einsatz von Sole-Wärmepumpen auch auf kleinflächigeren Baugrundstücken und senkt natürlich die Erstellungskosten. Die Firma GeoCollect hat einen Erdwärmekollektor entwickelt, der im Verhältnis zu seinem Volumen eine sehr große Außenfläche aufweist. Dadurch kann dem Erdreich deutlich mehr Energie entzogen werden, wodurch der Flächenverbrauch deutlich reduziert wird; der Hersteller veranschlagt hier ca. ein Drittel der Gebäudegrundfläche.

Jeweils zwei mal fünf der flächigen Kollektoren werden mit einem horizontalen Abstand von 70 cm zu einem sogenannten Strang zusammengefasst und vertikal vergraben. Ein solcher Strang benötigt eine Fläche von etwa 7 m² und schafft eine Entzugsleistung von ungefähr 1 kW. Da für das System eine Grabentiefe von 1,5 m ausreicht, ist der Aufwand für die Erdarbeiten überschaubar; wo möglich werden diese natürlich ohnehin mit anderen Arbeiten an der Baugrube, bzw. mit ohnehin geplanten GaLaBau-Maßnahmen koordiniert, auch eine Verlegung parallel zu den Außenwänden ist möglich, sofern ein Mindestabstand von 50 cm zur Dämmung eingehalten wird. GeoCollect-Anlagen sind aufgrund ihrer Systemsicherheit nicht genehmigungspflichtig, es reicht aus, die Baubehörde über deren Installation zu informieren.

Kay Rosansky

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