ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche






Hier klicken

Parabolspiegel mit neuer Tragstruktur

01.02.2010: Mit Hilfe von papierähnlichen Waben als Tragstruktur will der Glashersteller Flabeg künftig billigere und zudem effizientere Parabolspiegel für solarthermische Kraftwerke herstellen.

Beschichtete Papierwaben sollen die Spiegel künftiger Solarkraftwerke in Form halten. Foto: The Wall
Zu diesem Zweck arbeiten die Flabeg-Entwickler nun mit der Schweizer Firma The Wall AG zusammen, die das neue Trägermaterial, die sogenannte SwissCell, produziert.

Die SwissCells bestehen aus mit Kunstharz beschichteter Zellulose, sind jedoch durch ihre Wabenform sehr stabil. Nach Angaben von Flabeg können dem Material weder Wind und Regen noch starke Temperaturschwankungen etwas anhaben – damit wäre es ideal für das Wüstenklima, in dem solarthermische Kraftwerke in der Regel errichtet werden. Es ist zudem extrem leicht: Ein Quadratmeter wiegt nur 3 kg, hält aber eine Traglast von über 200 Tonnen.

Flabeg plant nun, seine Spiegel auf eine Tragstruktur aus den Zellstoffwaben aufzubringen, um so einen selbsttragenden Spiegel herzustellen. Die Stahlkonstruktion, mit deren Hilfe die Spiegel aufgestellt werden, könnte entsprechend leichter ausfallen. Das spart Material und auch Arbeitszeit bei der Montage. Doch die Materialeinsparung ginge noch weiter: „Durch den vollflächigen Verbund können wir dünneres Glas einsetzen“, sagt Flabeg-Geschäftsführer Axel Buchholz. Das spart nicht nur Geld, sondern macht die Kollektoren auch effizienter. Denn die eintreffenden Sonnenstrahlen werden bei jedem Glasspiegel erst an der Spiegel-Rückseite reflektiert, müssen also zwei Mal das Glas durchdringen. Dabei wird immer ein Teil des Lichts absorbiert. Je dünner also der Spiegel, desto größer der Teil des Lichts, der reflektiert wird. (ea)

zurück