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Fabrik für CSP-Receiver mit Flüssigsalz
26.01.2010: Das italienische Unternehmen Archimede Solar Energy Srl hat am 22. Januar mit dem Bau einer Fabrik für Receiver für Parabolrinnenkraftwerke begonnen. Mit den dort produzierten Receivern soll es möglich sein, flüssiges Salz anstelle von Thermoöl als Wärmeträger zu nutzen.
Im Frühjahr 2011 will Archimede mit der Produktion beginnen. Dann sollen jährlich bis zu 75.000 Receiver die Fabrik in der Nähe der italienischen Stadt Massa Martana verlassen. Später soll die Produktionskapazität auf 140.000 Stück pro Jahr steigen.
Mit geschmolzenem Salz als Wärmeträger ist es möglich, im Receiver Temperaturen bis zu 550 °C zu erreichen. Alle bisherigen Parabolrinnenkraftwerke arbeiten mit einem synthetischen Öl als Wärmeträgermedium. Da das Öl bei etwa 400 °C Schaden nimmt, ist die Temperatur in diesen Kraftwerken begrenzt und damit auch der Wirkungsgrad, mit dem die Wärmeenergie in elektrische Energie umgewandelt werden kann (weitere Infos zum theoretischen Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine bei Wikipedia). Zudem kann das Salz auch direkt als Speichermedium genutzt werden. Wärmespeicher auf Basis von Flüssigsalz sind bei Parabolrinnenkraftwerken bisher Stand der Technik. Im Vergleich zu den mit Öl betriebenen Kraftwerken könnte man sich hier einen Wärmetauscher zwischen dem Kollektorkreislauf und dem Speicher sparen und damit Verluste reduzieren. Die Salz-Receiver würden also den Wirkungsgrad von Parabolrinnenkraftwerken deutlich erhöhen.
Das erste kommerzielle Kraftwerk mit den neuen Receivern entsteht derzeit im italienischen Priolo Gargallo. Dort kommen 1.500 Receiver zum Einsatz. Das Kraftwerk soll im Sommer 2010 in Betrieb gehen.
Archimede Solar Energy Slr ist ein Joint Venture der Industriegruppe Angelantonie Industrie Spa und der Siemens Energy. Siemens hält rund 28 % der Anteile. (ea)
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