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Billiger bohren mit Elektroimpulsen
07.01.2010: Forscher der TU Dresden arbeiten einem neuen Verfahren, dass das Bohren nach Wärme aus dem Erdinneren einfacher und billiger machen soll. Das Konzept für die Maschine ist steht – jetzt soll der Prototyp folgen.
Um bis zu 30 % sollen die Bohrkosten mit dem Elektroimpulsverfahren (EIV) sinken, schreibt die TU Dresden in einer Pressemitteilung. Schneller gehen soll es auch noch. „Sprengen statt raspeln“ ist dabei das Motto. Zwischen zwei lose aufliegenden Elektroden wird im zu sprengenden Gestein eine Spannung von 300.000 V erzeugt. Dann schlägt die Spannung innerhalb von einer zehn-millionstel Sekunde durch, Temperatur und Druck im Fels schnellen nach oben – der Fels zerspringt.
Die Forscher der TU Dresden und das Umweltministerium als Förderer versprechen sich vor allem für die Erdwärme viel von dem neuen Verfahren. Die bisher verwendeten Bohrtechniken wurden aus der Öl- und Gasförderung übernommen. Doch Öl und Gas findet man oft unter Sedimentgestein, sie sind deshalb mit den herkömmlichen Bohrern recht gut zu erreichen. In Granitgestein dagegen fressen sich die Bohrer in einer Stunde nur etwa einen halben bis einen Meter in die Tiefe. Alle zwei bis drei Tage ist der Bohrkopf zudem verschlissen und mus ausgewechselt werden. Dafür muss man den gesamten Bohrstrang aus- und wieder einbauen, die Anlage steht still. (ea)
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