In Bamberg und Lünen können die Bürger nun in einem Passivhaus-Bad schwimmen. Die Anlagentechnik beider Bäder unterscheidet sich. Das wirkt sich auch auf die Kosten aus. Zwei Beispiele mit Vorbildcharakter für Städte und kleinere Kommunen.
Das alte, schon geschlossene Hallenbad in Bamberg ist repräsentativ für Schwimmbäder in Deutschland. Errichtet Mitte der 60er Jahre, hat es nur ein einziges Lehrschwimmbecken mit 25-Meter-Bahnen. Der Dämmzustand ist für heutige Verhältnisse inakzeptabel, geheizt wurde mit Erdgas und Fernwärme. Als die Sanierung zur Diskussion stand, entschieden sich die Stadtoberen schnell dagegen. Denn heutzutage fordern die Bürger mehr Komfort und die Betreiber einen niedrigen Energiebedarf. Die Stadtverwaltung beschloss, ein neues Hallenbad zu bauen. Mit dem Projekt beauftragte sie die Stadtwerke Bamberg. „Das Bambados erfüllt mit einem 50-Meter-Becken die Bedürfnisse von Sportlern, mit der Freizeitlandschaft die von Familien“, sagt Klaus Wagner, Leiter des Fachbereichs Energieberatung bei den Stadtwerken Bamberg. Auch die Saunalandschaft mit sechs Saunen, Badeteich und einer Salzgrotte sei in Bamberg einmalig, fügt er hinzu.