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RWE Innogy baut Pelletswerk in den USA

21.01.2010: Die RWE Innogy, Tochterfirme der RWE, will ab 2011 in den USA Holzpellets produzieren. Sie sollen im Cofiring in niederländischen Kohlekraftwerken verfeuert werden.

Im Süden des US-Bundesstaates Georgia will RWE Innogy ein Werk errichten, das jährlich 750.000 t Holzpellets produzieren soll. Nach Firmenangaben wird es das größte Pelletswerk der Welt sein. Als Rohstoff will RWE Innogy jährlich rund 1,5 Mio. t Frischholz aus Georgias Wäldern verwenden. Dort wachse derzeit mehr Holz nach, als von Menschen genutzt würde, argumentiert RWE Innogy – insbesondere, seit sich Papier- und Zellstoffproduzenten aus der Region zurückgezogen hätten.

Das neue Pelletswerk lässt sich RWE Innogy rund 120 Mio. € kosten. Es soll 2011 in Betrieb gehen. Dann sollen die Pellets mit dem Schiff in die Niederlande gebracht werden und dort in bestehenden Steinkohlekraftwerken des Energiekonzerns Essent verfeuert werden. Bisher würden dort „bis zu 30 %“ der Steinkohle durch Biomasse ersetzt, dann sollen es „bis zu 50 % sein. Auch weitere Kraftwerke in Europa – konventionelle ebenso wie reine Biomassekraftwerke – will RWE Innogy mit den Holzpellets beliefern.

In den USA plant RWE Innogy allerdings keine weiteren Aktivitäten. So lange es dort keinen CO2-Handel gibt, so die Aussage des Mutterkonzerns RWE, werde man „aus strategischen Gründen“ nicht in eigene Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien in den USA investieren.

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