Waschen, kochen, trocknen

Österreichs erste solare Autowaschstraße.
Foto: AEE Intec
Österreichs erste solare Autowaschstraße. Foto: AEE Intec

»Solarwärme ist für alle industrielle Prozesse interessant, die das ganze Jahr über Wärme benötigen«, sagt Jörg Schiffer, Chef der Mendener Firma Schiffer Metallveredelung. Im Oktober 2003 ging seine 70-kW-Solaranlage (100 m2 CPC-Vakuumröhrenkollektorfläche von ESE, Belgien) in Betrieb und unterstützt seitdem die Wärmeversorgung für Entfettungs- und Galvanikbäder, die auf 30 bis 70 °C temperiert werden müssen. Im Winter, wenn das Temperaturniveau hierfür zu gering ist, liefert die Solaranlage Heizenergie.
Schiffer verkupfert, vernickelt und verchromt für alle Branchen: Vom Elektronikbauteil bis hin zu Geschenkartikeln und Haushaltsgegenständen. Mit der Entscheidung für die Solarthermie ist Schiffer gut gefahren: »Die Anlage läuft problemlos. Sie ist ein geschlossenes System mit dem wir weiter nichts zu tun haben, abgesehen natürlich von der Wartung«, so der Unternehmer. Dass sich Ökonomie und Ökologie nicht gegenseitig im Wege stehen, sondern der Umweltgedanke Innovationen beflügelt, hat die Firma aus dem Sauerland gerade erneut bewiesen: Für die Nickelrückgewinnung ist sie beim Deutschen Materialeffizienzpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft ausgezeichnet worden. Und natürlich muss auch die Solaranlage wirtschaftlich sein. Lange Amortisationszeiten kann man sich auf hart umkämpften Märkten nicht leisten. Bei Schiffer war die Förderung aus dem REN-Programm (Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen) des Landes Nordrhein-Westfalen Voraussetzung für die Realisierung des Projektes.