Sonnenwärme für die Fahrzeugwäsche

Mr. Wash nutzt die Solarthermie-Anlagen von Ritter XL Solar für die Versorgung seiner Waschstraßen mit Wärme-Energie – wie hier in Bremen.
Mr. Wash nutzt die Solarthermie-Anlagen von Ritter XL Solar für die Versorgung seiner Waschstraßen mit Wärme-Energie – wie hier in Bremen. (Quelle: Mr. Wash Autoservice AG)
28.06.2018

Eine Waschstraße braucht warmes Wasser. Viel warmes Wasser. Bis zu 24.000 Liter verbraucht eine der Mr. Wash Anlagen pro Tag. Im Sommer sogar noch mehr: Denn wenn die Sonne scheint, soll auch das Auto sauber sein. Die Warmwasserbereitung ist daher für den Betreiber ein bedeutender Faktor bei den Betriebskosten. Durch Solarthermie lassen sich diese deutlich senken. Laut Raoul Enning, Geschäftsführer von Mr. Wash, können die Kollektoren auf dem Dach je nach Größe 35 bis 40 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs einer Waschstraße decken. „An sonnigen Tagen wird die Wärme-Grundlast vollständig von der Solaranlage getragen“, erklärt er. Neben diesem wirtschaftlichen Aspekt waren die Themen Ressourceneffizienz und Umweltschutz für das Familienunternehmen ausschlaggebend, sich mit alternativen Energiesystemen auseinanderzusetzen. „Da war die Solarthermie der logische nächste Schritt“, so Enning „Wir hatten hier nicht nur ausreichend Platz, sondern auch die notwendigen baulichen Voraussetzungen, um eine solche Idee zu verwirklichen.“

Wärme für Osmosewasser und Lufttrockner

Die erste Mr. Wash Waschstraße wurde in Mannheim mit einer Ritter XL Solar Anlage ausgestattet. Die Solarthermie-Kollektoren haben dort eine Fläche von 197 m² und liefern rund 135 MWh Wärme pro Jahr. Das reicht aus, um mehr als 40.000 Autos zu waschen. Die Energie wird an zwei Stellen der Waschstraße eingesetzt. Zunächst erwärmt sie das Osmosewasser für die Reinigung der Fahrzeuge. Dieses von Kalk und Schadstoffen gereinigte Leitungswasser muss 45 bis 50° Celsius warm sein. Liefern die Kollektoren mehr Wärme als nötig, nehmen große Stahltanks fünf Meter unter der Waschstraße das überschüssige Osmosewasser auf und halten es auf Temperatur.

Hoher Energiebedarf besteht neben der Warmwasserbereitung bei den Lufttrocknern am Ende der Waschstraße, die mit einer Temperatur von 90° Celsius arbeiten. Auch sie kann die Solarthermieanlage unterstützen. Das warme Wasser wird dazu in den Rücklauf der Heizanlage gespeist und über einen Wärmetauscher in der Solaranlage geführt. So vorgewärmt muss der installierte Gasbrenner weniger Energie ergänzen. „Ursprünglich wollten wir zwei unabhängige Heizkreise installieren, wobei die Solarthermie ausschließlich das Osmosewasser erwärmen sollte“, erinnert sich Raoul Enning. „Wie sich herausstellte, ist das nicht notwendig.“

Bei Neubauten mit eingeplant

Auf Grundlage der Mannheimer Anlage hat Mr. Wash ein Modell für neue Waschstraßen entwickelt. In Hannover ließ das Unternehmen beispielsweise eine 600 m² große Solarthermie-Anlage installieren. Dabei stieß allerdings die Dachkonstruktion an ihre statischen Grenzen. Raoul Enning: „Das Problem war die Anbindung der Anlage an das Gebäude – die Montagerahmen der Solarthermie-Kollektoren liegen auf dem Dach und werden nur durch das Eigengewicht der Kollektoren gehalten.“ Um für die notwendige Stabilität zu sorgen, wurde eine spezielle Fußverankerung entworfen. Sie durchdringt das Dach und ist fest mit den Trägerstützen verbunden. Diese Fußverankerungen kommen jetzt bei allen Neubauten von Mr. Wash zum Einsatz, auch wenn noch keine Solarthermie-Anlage vorgesehen ist. „Damit haben wir die Freiheit, später nachzurüsten“, erklärt Raoul Enning. Wird Solarthermie eingesetzt, ergibt sich in jedem Fall eine echte Win-Win-Situation. Die Anlagen liefern die meiste Energie im Sommer, wenn der Bedarf der Waschstraße ohnehin am größten ist. Die Betriebskosten sinken, die Autos werden in bewährter Qualität sauber und das Klima wird dank der Nutzung regenerativer Energie entlastet.


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