Sonne aus Tirol

<b>Ein neues Solarzeitalter für den Kollektorhersteller Tisun läutet Tirols Wirtschafts-Landesrat Hannes Bodner (2. von links) mit den drei Geschäftsführern Gerhard Schwarz (links), Arnold Teufel (2. von rechts) und Robin Welling ein.</b><br>
Foto: Tisun
Ein neues Solarzeitalter für den Kollektorhersteller Tisun läutet Tirols Wirtschafts-Landesrat Hannes Bodner (2. von links) mit den drei Geschäftsführern Gerhard Schwarz (links), Arnold Teufel (2. von rechts) und Robin Welling ein.
Foto: Tisun

Lässig wechselt Michael Schneider vom spanischen »Buenos dias« zum englischen »How are you«. Gerade hat er der spanischen Journalistin die Ausbaupläne seines Arbeitgebers Teufel & Schwarz erklärt, jetzt grüßt er seinen Kollegen Stefano Corino aus Venedig. Die beiden jungen Männer leiten seit wenigen Wochen die Vertriebsniederlassungen des Tiroler Kollektorherstellers in Madrid und Venedig. Cathrine Réant kommt auf die beiden zu. »Bonjour« »Ciao«. Ob Englisch, Italienisch oder auch Deutsch, die Französin spricht es fließend. Vor wenigen Stunden hat sie ihren Arbeitsvertrag unterschrieben: als Vertriebsleiterin für Frankreich. Gemeinsam mit hunderten von geladenen Gästen und den anderen Mitarbeitern feiern die drei die Einweihung der neuen Produktionshallen von Teufel & Schwarz nahe des Tiroler Skiortes Söll am Wilden Kaiser.

Tisun will mehr exportieren

Teufel & Schwarz hat sich in den vergangenen Jahren als Marktführer in Tirol zu einem der drei größten Solarthermiefirmen Österreichs hoch gearbeitet. Nun will das Unternehmen mit dem international griffigen Markennamen Tisun unter die Top 5 in Europa aufsteigen. Teufel & Schwarz hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt: an Mitarbeitern, Produktion und Umsatz. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich die Firma um 62 auf 120 Beschäftigte vergrößert, die Produktion von 24.000 auf 34.000 m² Kollektorfläche erhöht und den Umsatz von 12,1 auf 21,4 Mio. € gesteigert. In einem ähnlichen Tempo soll es weitergehen. In diesem Jahr will sie einen Kollektorausstoß von 55.000 m² und ein Geschäftsvolumen von 35 Mio. € erzielen. Um das zu erreichen, sollen die Exportzahlen weiter steigen. Schon heute liefert das Tiroler Unternehmen drei von vier Kollektoren ins Ausland. Mit den neuen Vertriebsleitern will es das Geschäft in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ankurbeln. »Wir arbeiten daran, den Bekanntheitsgrad unserer Marke zu erhöhen«, sagt Robin Welling, einer von drei Geschäftsführern. Bevor er vor einem Jahr bei Tisun eingestiegen ist, war der agile Holländer zehn Jahre lang beim österreichischen Solaranbieter Sonnenkraft tätig.