MAP läuft wieder an

Im Vorjahr waren die Fördermittel bereits im Sommer erschöpft. Vom aufgestockten Etat sollen auch diejenigen profitieren, die im vergangenen Jahr leer ausgingen. Sie können einen neuen Antrag stellen und erhalten bei Bewilligung die Fördersumme nach den Konditionen vom 12. Juni 2006.

Damit Antragsstaus wie im Vorjahr vermieden werden, hat das BMU auch das Verfahren vereinfacht. Jetzt gilt: Auch wer schon gebaut hat, kann noch einen Antrag auf Basisförderung stellen. Als Basisförderung erhalten Besitzer von Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung 40 €/m² installierte Bruttokollektorfläche, jedoch mindestens 275 €. Für Anlagen, die zusätzlich die Heizung unterstützen, gibt es 70 €/m². Die Basisförderung gilt für eine Anlagengröße bis zu 40 m² Bruttokollektorfläche.

Wer darüber hinaus noch einen Innovationsbonus erhalten will, muss diesen vorher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stellen. Denn wer mit seiner Solarwärmeanlage Prozesswärme oder Kälte erzeugt oder einen Biomassekessel mit Sekundärmaßnahmen zur Emissionsminderung plant, kann die doppelte Fördersumme erhalten. Und für solarthermische Anlagen in Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen und 20 bis 40 m² Kollektorfläche winkt sogar der dreifache Fördersatz.

Die Förderrichtlinie tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Für private Antragsteller ist das Programm damit geöffnet. Für freiberufliche und gewerbliche Antragsteller findet die Richtlinie erst nach Genehmigung durch die Europäische Kommission Anwendung. Das betrifft insbesondere die Förderung von großen Biomasse- und Geothermie-Heizkraftwerken.

Weitere Informationen:

www.erneuerbare-energien.de
www.bafa.de