Energiebunker eröffnet

Kaum zu übersehen: Der Energiebunker dient auch als Vorbild und lädt zur Nacha
Kaum zu übersehen: Der Energiebunker dient auch als Vorbild und lädt zur Nacha

Nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit ist in Hamburg der Energiebunker im Rahmen der internationalen Bauausstellung (IBA) eröffnet worden. Der ehemalige Flakbunker ist mit Deutschlands größter Vakuumröhren-Solaranlage ausgestattet und liefert regenerative erzeugte Wärme für die 4.000 Haushalte des Stadtviertels Reiherstieg. Die 1.350 Quadratmeter große Solarthermieanlage auf dem Dach und an der Südseite des ehemaligen Flakbunkers dient jedoch nicht allein als Wärmequelle. Zusätzlich stellen zwei Biomasse BHKW und die Abwärme eines nahegelegenen Industriebetriebes Wärme bereit. Um die Erzeugung und den Verbrauch in Einklang zu bringen, ist der Energiebunker mit einem Pufferspeicher ausgestattet, der ein Volumen von zwei Millionen Litern Wasser hat.

Umgesetzt wurde das Projekt vom Unternehmen Ritter XL Solar, das bisher solarthermische Großanlagen mit insgesamt über 30.000 Quadratmeter erstellt hat. Dessen Geschäftsführer Rolf Meißner, hoff auf eine Signalwirkung des Vorzeigeprojekts: „Keine andere Art der regenerativen Energieerzeugung kann so effektiv und ökologisch zur Energieversorgung von Städten und Kommunen beitragen wie die Solarthermie. Auf lange Sicht hoffen wir deshalb auf einen Nachahmereffekt.“

Jan Gesthuizen

 

 

 

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