Bisher größe Solarthermieanlage in Rheinland-Pfalz im Bau

Neben dem Wärmenetz wird auch gleich eine Leerleitung für Glasfaserkabel verlegt. Das senkt die Kosten für einen späteren Breitbandausbau. (Foto: Verbandsgemeinde Simmern)
Neben dem Wärmenetz wird auch gleich eine Leerleitung für Glasfaserkabel verlegt. Das senkt die Kosten für einen späteren Breitbandausbau. (Foto: Verbandsgemeinde Simmern)
03.08.2015

In der Verbandsgemeinde Simmern entsteht derzeit die größte solare Nahwärmeanlage in Rheinland-Pfalz. Insgesamt 140 Haushalte sollen dort mit Solarwärme aus einem 1.500 m² großen Kollektorfeld versorgt werden.

Das derzeit im Bau befindliche Wärmenetz soll Haushalte in den Gemeinden Neuerkirch und Külz mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Neben der Solarthermie kommen zwei Holzhackschnitzelkessel zum Einsatz, die eine Leistung von 900 und 360 kW haben.

Auf der Solarseite kommen XL 19/49 P Vakuumröhrenkollektoren von Ritter XL Solar zum Einsatz, die speziell für den Einsatz in Großanlagen entwickelt wurden. Der solare Deckungsgrad des Wärmenetzes soll bei etwa 20 % liegen. Als Puffer kommen zwei Wärmespeicher mit jeweils 60 m³ Volumen zum Einsatz.

Wärmegestehungskosten unter 3 Cent/kWh

Sehen lassen können sich die geplanten Wärmegestehungskosten. Die Verbandsgemeinde Simmern zu der die Gemeinden Neuenkirch und Külz gehören, rechnet mit weniger als 3 ct/kWh, was als sehr ambitioniert gelten darf. Erst kürzlich hatte eine Studie aus Baden-Württemberg für große solare Nahwärmenetze Gestehungskosten von 3 bis 5 ct /kWh errechnet. Wobei mit der Größe des Kollektorfeldes die Kosten tendenziell niedriger liegen. Dass die Anlage in Rheinland-Pfalz so niedrige Wärmegestehungskosten hat, liegt unter anderem an der Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz in Höhe von 480.000 €. Die Finanzierung des Projekts erfolgt über die KfW-Bank, die das Projekt in Form von Tilgungszuschüssen ebenfalls fördert.

Fertig gestellt werden soll das Wärmenetz im Dezember 2015.

Jan Gesthuizen

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