BEE-Stellungnahme: Erneuerbare Wärme stärken!

BEE-Geschäftsführer Hermann Falk legt Stellungnahme zur Änderung des EEWärmeG vor. (Foto: BEE)
BEE-Geschäftsführer Hermann Falk legt Stellungnahme zur Änderung des EEWärmeG vor. (Foto: BEE)
17.02.2016

Heute fand im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz  statt. Im Rahmen der Anhörung hat der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) eine Stellungnahme abgegeben und erneut die Abgeordneten des Deutschen Bundestags aufgefordert, die Chancen erneuerbarer Energien im Wärmemarkt deutlich zu stärken.

 BEE-Geschäftsführer Hermann Falk bemängelte im Rahmen der Anhörung, dass noch immer „in Deutschland zu wenige Heizungsanlagen ausgetauscht“ werden und zu selten erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Der gesamte Absatz von Heizungsanlagen belief sich danach im Jahr 2014 auf 681.000. Gemessen an den rund 20,7 Mio. Heizungen in Deutschland entspricht das einer Austauschrate von gerade einmal etwas über 80.000 Öko-Heizungen oder enttäuschenden 0,5 %.

Der BEE beklagte, dass der Verkauf von Wärmepumpen, Solarthermie-Anlagen und Biomassekesseln im vergangenen Jahr stark zurückgegangen sei, während konventionelle Heizungen zulegen konnten. Als Gründe für diese Entwicklung, die er als Debakel bezeichnete, führte Falk die bekannten Faktoren an: niedrige Brennstoffpreise für Heizöl und Erdgas, Förderung von Öl- und Gaskesseln durch die Bundesregierung und damit das Setzen falscher Anreize sowie schließlich das Fehler konkreter Maßnahmen wie einer Ausweitung der Nutzungspflicht für erneuerbare Energien des EEWärmeG auch auf den Gebäudebestand, um die Dekarbonisierung des Wärmemarktes voranzutreiben.

"2020-Ziel muss erhöht werden"

Der BEE fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, die Chancen erneuerbarer Energien im Wärmemarkt deutlich zu stärken. „Das aus dem Jahr 2008 stammende Ziel der Bundesregierung, den Anteil Erneuerbarer Wärme auf 14 Prozent bis 2020 zu steigern, ist  längst vom Klimaschutzabkommen von Paris und der Effizienzstrategie Gebäude (ESG) der Bundesregierung überholt“, sagte Falk. Das 2020-Ziel müsse demnach erhöht werden und das Zubautempo massiv zulegen.

„Wer das EEWärmeG nicht auf Bestandsgebäude ausweiten will, muss effektive Alternativen aufzeigen“, fordert Falk. Der BEE schlägt vor, kurzfristig im Zuge der von der Bundesregierung geplanten Zusammenlegung von Energieeinsparverordnung und EEWärmeG die CO2-Emissionen der Energieträger und einen Mindestanteil an erneuerbaren Energien stärker zu berücksichtigen.

Die BEE-Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG) steht auf der BEE-Website zum Download zur Verfügung.

Volker Buddensiek
 

Google+