Bayerische Kleinstadt fördert Solarthermie

Dieses Mehrfamilienhaus in Moosburg verfügt über 64 m² Solarkollektoren deckt damit bereits 70 % des Heizenergiebedarfs. (Foto: Bernd Kerscher)
Dieses Mehrfamilienhaus in Moosburg verfügt über 64 m² Solarkollektoren deckt damit bereits 70 % des Heizenergiebedarfs. (Foto: Bernd Kerscher)
11.03.2016

Die Stadt Moosburg an der Isar will zum Klimaschutz beitragen und hat deswegen entschieden Solarwärme zu fördern. Für neue Solarthermieanlagen gibt es Fördergelder und zusätzlich wurden Sonnenhäuser in den Bebauungsplan für ein Neubaugebiet aufgenommen.

Im Jahr 2014 wurden in Moosburg rund 155 MWh Wärme pro Jahr durch private Haushalte verbraucht. Die Stadt hat es sich daher 2015 zum Ziel gesetzt diesen Wert bis 2035 um 52 % zu reduzieren und pro Jahr rund 4.000 MWh weniger Wärme zu verbrauchen. Einer der Punkte beim Klimaschutzkonzept der Stadt ist die Förderung von erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder Solarthermie. Das „Moosburger Förderprogramm für Solarwärme“ wurde am 3. März der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bis zum 31. Dezember 2017 zahlt die Stadt Moosburg einen Zuschuss von 20 Euro für jeden angefangenen Quadratmeter Solarkollektorfläche.

Hersteller bezuschussen Kollektoren

Zusätzlich schließt die Stadt sogenannte „Solar-Partnerschaften“ mit Kollektorherstellern, die einen weiteren Zuschuss von 20 Euro für jeden Quadratmeter Kollektorfläche liefern, der aus ihrer Produktion stammt. Der erste „Solar-Partner“ ist der Kollektor- und Speicherhersteller Citrin Solar. Als Mitglied im Sonnenhaus-Institut bietet das Unternehmen auch die Technik für Sonnenhäuser an, von denen zukünftig sechs bis neun Stück im Baugebiet Amperauen entstehen sollen.

„Das freut uns besonders, weil es zeigt, dass die Stadt das Potenzial von Sonnenhäusern für den Solarthermie-Zubau und den Klimaschutz erkannt hat“, sagt Georg Dasch, erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V., der in einem Gastvortrag den Moosburgern das Konzept der Sonnenhäuser erläuterte.

Kombination mit MAP möglich

Die Moosburger Förderung kann mit der Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bafa bzw. dem Anreizprogramm Energieeffizienz kombiniert werden. Letzteres ist möglich, wenn die Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung eingesetzt wird und kann einen Zusatzbonus von 20 % des bisherigen Förderbetrags für den Heizungsaustausch und pauschal 600 Euro für die Heizungsoptimierung bringen.

„Für die Bürgerinnen und Bürger im Gemeindegebiet Moosburg ist es eine einmalige Chance, eine Solarheizung günstig zu bekommen oder ihre bestehende zu hervorragenden Konditionen zu erweitern und so langfristig niedrige Heizkosten zu haben und die Umwelt zu schützen“, so Bernd Kerscher, Mitglied im Vorstand des Sonnenhaus-Instituts, der die Sonnenhaus-Siedlung mit initiiert hat.

Infobroschüren der Stadt Moosburg inklusive Checklisten für die Planung bis hin zur Inbetriebnahme einer Solarthermieanlage finden Sie unter: http://www.moosburg.de/index.php?id=4821,1&suche=Klimaschutzkonzept

Tanja Peschel

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