Heizungsmodernisierung: 20 % mehr Zuschuss

Bundesregierung beschließt 20 % Zuschuss für Heizungsmodernisierung (Foto: dpa picture alliance)
Bundesregierung beschließt 20 % Zuschuss für Heizungsmodernisierung (Foto: dpa picture alliance)
21.12.2015

Die Bundesregierung hat beschlossen, die staatlichen Zuschüsse für den Einbau neuer Solarwärmeanlagen zur Heizungsmodernisierung ab Anfang 2016 um 20 % zu erhöhen. Eine entsprechende „Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien“ soll am 30. Dezember 2015 veröffentlicht werden.

Wer seine veraltete ineffiziente Heizung durch eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt oder aber seine Heizung durch Einbindung einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage modernisiert und sein gesamtes Heizungssystem durch Verbesserung der Energieeffizienz optimiert, erhält einen Zusatzbonus von 20 % der Förderung nach dem Marktanreizprogramm (MAP). Weiterhin wird ein einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro für die notwendigen Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz gewährt.

Im Regelfall dürften Eigenheimbesitzern nach Berechnungen des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) für eine solare Heizungsmodernisierung künftig ein Zuschuss in Höhe von mindestens 3.600 Euro erhalten. Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist, dass die neue Solarheizung erst nach dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wird.

Wann gibt es den Zuschuss?

Die zu ersetzende Heizungsanlage muss nachstehende Kriterien erfüllen: Betrieb auf Basis fossiler Energien, also vor allem Gas oder Öl, und keine Nutzung der Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie. Auch darf für die Heizung nicht ohnehin nach § 10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine gesetzliche Austauschpflicht vorliegen.

Bei der Optimierung der bestehender Heizungsanlagen müssen folgende Schritte durchgeführt werden: eine Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes, die Durchführung des hydraulischen Abgleichs und die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizungssystem (z. B. die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumregler).

Der Antrag für den Zusatzbonus nach dieser Richtlinie ist im Rahmen des Antragsverfahrens einer MAP-Förderung zu stellen. Die geeigneten Formulare werden ab Mitte Januar zum Download zur Verfügung gestellt.

Der BSW-Solar begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, ab Anfang 2016 die Zuschüsse zum Einbauen von Solarheizungen deutlich zu erhöhen. Dazu erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: „Der Umstieg auf Solarwärme war noch nie so attraktiv. Eigenheimbesitzer sind gut beraten, veraltete Heizungen 2016 zu erneuern und dafür die ,Abwrackprämie' beim Bundesamt für Wirtschaft zu beantragen. Das macht sich für das Klima und den eigenen Geldbeutel gleichermaßen bezahlt.“  

Volker Buddensiek

Weitere Informationen:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/aktuelles/index.html

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