Heizzentrale mit PV-Integration gewinnt Innovationspreis

Mit der Hydraulikstation BHZ und dem abgestimmten Pufferspeicher von Brunner gelingt die Verknüpfung verschiedener Wärmeerzeuger. (Foto: Brunner)
Mit der Hydraulikstation BHZ und dem abgestimmten Pufferspeicher von Brunner gelingt die Verknüpfung verschiedener Wärmeerzeuger. (Foto: Brunner)
09.11.2016

Für ihre Heizzentrale ist die Ulrich Brunner GmbH anlässlich des Heat-Kongresses für mobile und speicherbare Wärme in Berlin mit dem „Innovationspreis Wärmemarkt 2016“ in der Kategorie Heiztechnik ausgezeichnet worden.

Die Heizzentrale (BHZ) besteht aus einer ab Werk vorgefertigten Hydraulikbox, die jederzeit und direkt beim Kunden erweitert werden kann. Sie kann verschiedene Wärmeerzeuger und Komponenten (thermische Solaranlage mit und ohne Systemtrennung, Warmwasserbereitung über Frischwasser- oder Warmwasserspeicher, Heizkreise, Photovoltaik-Einbindung, Öl- und Gasthermen, Biomassekessel, Wärmepumpen und weitere Wärmeerzeuger und Verbraucher) effizient miteinander verknüpfen.

Die gesamte Heizanlage wird zentral über eine einzige grafische Bedienoberfläche gesteuert. Das soll die Handhabung leicht und verständlich machen. Ein abgestimmter Systemspeicher verwaltet lückenlos alle Wärmeerträge. Seine Konstruktion berücksichtigt auch Anforderungen wie eine optimale Schichtung der Erlöse aus Sonnenenergie und Biomasse sowie die Aufnahme hoher Volumenströme aus Wärmepumpen.

In der Einbindung der Photovoltaik in die BHZ sieht man bei Brunner die logische Konsequenz aus der permanenten Beobachtung und aktuellen Entwicklung des Marktes. Sinkende Preise für Photovoltaikanlagen und auslaufende Einspeisevergütungen verlangen nach neuen Möglichkeiten, überschüssigen Solarstrom sinnvoll zu nutzen und effizient in die Heizsysteme einzufügen. Die BHZ schichtet streng die solaren Erträge; selbst bei geringer Sonneneinstrahlung. Die Heizleistung ist stufenlos bis 9 kW regelbar. Die Leistungsregelung erfüllt alle Anforderungen der technischen Anschlussbedingungen deutscher Netzbetreiber und Energieversorger.

Die vormontierte Hydraulik vermeidet Installationsfehler und mögliche Funktionsbeeinträchtigungen durch nicht abgestimmte Komponenten oder unterschiedliche Steuerungen. Kurze Montagezeiten tragen zur Kundenzufriedenheit bei. Nicht zuletzt kann das Handwerk dem Endverbraucher mit der Nutzung von überschüssiger Sonnenenergie für Heizzwecke und die Warmwasseraufbereitung eine solide Lösung anbieten. Auch die Schnittstellen des Heizungsgewerks zum Elektrogewerk werden eindeutig verschlankt und klar definiert.

Jens-Peter Meyer / Brunner