Anteil von Erdgas im Neubau sinkt

Gaskessel behaupten sich im Neubau vor Wärmepumpen und Fernwärme. Die Zahlen für 2017 beziehen sich auf die ersten drei Quartale. (Quelle: BDEW, Grafik: SW&W)
Gaskessel behaupten sich im Neubau vor Wärmepumpen und Fernwärme. Die Zahlen für 2017 beziehen sich auf die ersten drei Quartale. (Quelle: BDEW, Grafik: SW&W)
18.12.2017

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden knapp 40 % der Neubauten mit Erdgasheizungen ausgestattet. Die Bedeutung des fossilen Brennstoffs für die Wärmeerzeugung sinkt nur sehr langsam ab.

Nach wie vor ist der fossile Brennstoff Erdgas die häufigste Wärmequelle im Neubau. Das geht aus Zahlen hervor, die der Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlicht hat. Knapp 40 % der Neubauten haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 in Deutschland eine Erdgasheizung erhalten. Allerdings nimmt die Bedeutung von Erdgas immer mehr ab. Vor zehn Jahren wurden noch etwa zwei Drittel der neuen Gebäude mit Gasheizungen ausgestattet. Wärmepumpen sind inzwischen mit 27,5 % Anteil im Neubau vertreten. Fernwärme hat ebenfalls stark zugenommen und kommt auf 24,3 %. Holzheizungen wie Pelletskessel stagnieren bei 5,6 %.

Der BDEW hat in einer Umfrage ebenfalls ermittelt, welche Heiztechnik sich die Bürger wünschen. Mehr als 50 % würden sich für Erdgas entscheiden. Darin enthalten ist der Anteil von rund 10 %, der Solarwärme in Kombination mit Erdgas präferiert. 2007 nannten noch mehr als 25 % der Befragten Solarwärme als ihre bevorzugte Wärmequelle. Auch die Wärmepumpe ist heute weniger erwünscht als noch vor zehn Jahren. Fernwärme spielt in den Überlegungen meisten Befragten keine Rolle. Dagegen sind die im Neubau fast schon verschwundenen Ölheizungen immer noch die Wunschheizung vieler Menschen.

Jens-Peter Meyer