Zuschlagswert der 3. Ausschreibungsrunde liegt bei 8 Ct/kWh

Erfolgreiche Bieter der dritten Ausschreibungsrunde für PV-Freiflächenanlagen erhalten 8 Ct pro kWh. (Foto: dpa)
Erfolgreiche Bieter der dritten Ausschreibungsrunde für PV-Freiflächenanlagen erhalten 8 Ct pro kWh. (Foto: dpa)
07.01.2016

Die Bundesnetzagentur hat den Zuschlagswert der dritten Ausschreibungsrunde für PV-Freiflächenanlagen bekannt gegeben. Er liegt mit 8 Cent pro Kilowattstunde noch niedriger als der Wert der 2. Runde mit 8,49 Cent. Die Bandbreite der Gebote reichte von 0,09 bis 10,98 ct/kWh. Das Volumen von 200 MW war zweieinhalbfach überzeichnet.

Bis zum 5. Januar hatten die erfolgreichen Bieter Zeit, um die im Verfahren vorgeschriebene Zweitsicherheit zu leisten. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, ist diese Bedingung von allen erfolgreichen Bietern erfüllt worden, so dass es kein Nachrückverfahren geben wird. Der Zuschlagswert gilt eine Woche nach der öffentlichen Bekanntmachung, also am 13. Januar, als bekanntgegeben.

Nächste Runde wieder im „pay-as-bid“-Verfahren

Der im Einheitspreisverfahren erneut gesunkene Zuschlagswert nährt Zweifel daran, dass alle Freiflächenanlagen auch tatsächlich realisiert werden. Die Förderhöhe liegt unter dem Niveau der zuletzt gültigen EEG-Vergütung für Freiflächenanlagen. Zugleich gab es in der Runde erneut Gebote, die unter den anzunehmenden Kosten für Solarparks liegen und deshalb in Stellungnahmen als spekulativ eingestuft werden. Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur war die Zahl dieser Gebote jedoch klein und ihr Einfluss auf den Zuschlagswert gering.

Die erste Ausschreibungsrunde des neuen Jahres erfolgt wieder nach dem „pay-as-bid“-Verfahren. Dabei erhalten die erfolgreichen Bieter den Preis pro Kilowattstunde, den sie in der Ausschreibung geboten haben. Dieses Verfahren wurde in der ersten Ausschreibungsrunde 2015 angewendet und ergab im Durchschnitt einen kWh-Preis oberhalb der zuletzt gültigen Einspeisevergütung. Die erste Runde 2016 wird am 1. April durchgeführt und hat ein Volumen von 125 MW. Zum ersten Mal können sich dabei Gebote auf Ackerflächen in sogenannten benachteiligten Gebieten beziehen.

Ralf Ossenbrink

 

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