TESVOLT rüstet Alpenhütte in Tirol mit Offgrid-Batteriespeicher aus

Die Coburger Hütte in Mieming, Tirol. (Foto: StromvomDach Erl GmbH)
Die Coburger Hütte in Mieming, Tirol. (Foto: StromvomDach Erl GmbH)
19.09.2017

Als Ersatz für ein altes Bleibatterie-basiertes System hat TESVOLT Coburger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Tirol mit einem Batteriespeichersystem versehen, das eine Kapazität von 77 kW besitzt. Gespeist wird es von einer 16-kW-Solaranlage.

Der Gewerbespeicher-Hersteller TESVOLT hat einen Batteriespeicher für die Coburger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Tirol geliefert. Der vor Ort erzeugte Solarstrom soll auf diese Weise zum größtmöglichen Teil selbst verbraucht werden. Die gesamte Versorgungsanlage ist auf die hohen Ansprüche des DAV an Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit im Gebirge zugeschnitten und senkt den Verbrauch des Brennstoffs Rapsöl.

Die Schutzhütte, die Wanderern in mehr als 1.900 Meter über dem Meeresspiegel eine Übernachtungsmöglichkeit bietet, wird neben der Photovoltaikanlage mit Speicher durch ein Blockheizkraftwerk versorgt, das mit Rapsöl läuft. Im Gegensatz zu Diesel – der nach den Grundsätzen des DAV auf dem Berg nicht zugelassen ist – ist Rapsöl als Brennstoff umweltfreundlicher, kostet aber 20 bis 30 Prozent mehr. Einen Netzanschluss besitzt die Hütte nicht.

„Die Lieferung des Öls auf den Berg ist umständlich und teuer“, so Michael Anker, Geschäftsführer der bauausführenden Firma StromvomDach Erl GmbH. „Durch den neuen Speicher kann die Hütte auch dann Strom aus der Solaranlage verbrauchen, wenn das Wetter mal nicht so sonnig ist.“ In der Hauptsaison liegt der Tagesverbrauch der Hütte bei ca. 200 kWh.

Installation unter erschwerten Bedingungen

Die Anlieferung des Speichers zur Schutzhütte erfolgte wegen des unwegsamen Geländes mit Hilfe eines Hubschraubers. Die Montage wurde in der Hauptsaison bei Vollbetrieb ohne Unterbrechung der Stromversorgung durchgeführt. „Die Speicher von TESVOLT sind sehr kompakt und einfach zu installieren“, begründet Michael Anker die Entscheidung für TESVOLT. „Bei anspruchsvollen Projekten wie diesem sind außerdem Betriebs- und Ausfallsicherheit der Batterien extrem wichtig, damit möglichst wenig Wartungsarbeiten anfallen.“

Leistungsstarke Zellen

„Unsere Speicher sind besonders leistungsstark und halten hohen Belastungen stand. Damit sind sie nicht nur für den Einsatz im Gewerbe bestens geeignet, sondern sichern auch in schwierigen und abgelegenen Gebieten ohne Netzanschluss die Stromversorgung“, so Daniel Hannemann, kaufmännischer Geschäftsführer von TESVOLT.

Die besondere Bauform und die chemische Zusammensetzung der in den TESVOLT-Speichern verbauten prismatischen Zellen ermöglichen eine hohe Ladegeschwindigkeit. Die beiden Speicher der Serie TESVOLT TS 40 mit einer Gesamtkapazität von 76,8 kWh stellen 100 Prozent nutzbare Energie (DoD) zur Verfügung und sind damit gut dafür geeignet, schnell Strom zu speichern und im Notfall wieder abzugeben. Die individuelle Steuerung jeder einzelnen Zelle durch den von TESVOLT selbst entwickelten Active Battery Optimizer sichert die optimale Be- und Entladung und vermeidet so Fehler und Schäden.

Die Modernisierung der Energieversorgungsanlage mit Installation des Speichers wurde vom Land Österreich sowie dem Deutschen Alpenverein mit insgesamt mehr als 50 Prozent bezuschusst.

TESVOLT / Philipp Kronsbein

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