Speicher: E3/DC plädiert für Lebensdauer statt Zyklenzahl

25.01.2016

Was kostet eine gespeicherte solare Kilowattstunde? „Das hängt davon ab …“, wird oft die Antwort beginnen. Um eine überschlägige Kalkulation zu ermöglichen, geben Hersteller meist eine maximale Zyklenzahl an. E3/DC hält diese Angabe für nicht angemessen und setzt stattdessen auf eine garantierte Lebensdauer von 10 Jahren.

Wie das Osnabrücker Unternehmen in einer Pressemitteilung betont, könnten mithilfe der maximalen Zyklenzahl nicht die Kilowattstunden berechnet werden, die eine Batterie im Laufe ihrer Lebensdauer liefern kann. Denn letztere werde in erster Linie von der kalendarischen Alterung und den Betriebsbedingungen beeinflusst. E3/DC verbindet die 10-jährige Garantie mit einer Fernwartung inklusive Kontrolle der Betriebstemperatur und kostenlosem Werksservice.

Peter Gutendorf, bei E3/DC verantwortlich für Qualität und Service, hält Zyklenangaben für unrealistisch, „weil die Maximalangaben allein schon durch die kalendarische Alterung selbst nicht erreicht werden können.“ Er bezieht sich damit auf Betriebserfahrungen und Messungen, die das Unternehmen nach eigenen Angaben bei über 3.000 Anlagen gemacht hat: Demnach werden im PV-Betrieb ca. 190 bis 240 Zyklen pro Jahr erreicht, im KWK-Betrieb etwa 320 Zyklen. E3/DC schätzt die kalendarische Lebensdauer auf zwölf bis 15 Jahre, bei besten Bedingungen maximal 20 Jahre. In diesen 20 Jahren würden nach diesen Nutzungserfahrungen im PV-Bereich höchstens 4.800 Zyklen zu bewältigen sein.

E3/DC will ab sofort auf die Angabe einer Zyklenbegrenzung innerhalb der Garantiezeit verzichten und die Lebensdauer unabhängig von der Zahl der Batteriezyklen zusichern. Zum Garantiepaket gehörten neben der Batterie auch der Solarwechselrichter und der kostenlose Werksservice, teilt das Unternehmen mit.

Ralf Ossenbrink

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