Speicher bleiben hoch im Kurs

Auf der Energy Strorage wird es voll und informativ. Alleine die Zahl der Aussteller hat sich gegenüber 2015 glatt verdoppelt. (Foto: Messe Düsseldorf)
Auf der Energy Strorage wird es voll und informativ. Alleine die Zahl der Aussteller hat sich gegenüber 2015 glatt verdoppelt. (Foto: Messe Düsseldorf)
10.03.2016

Mit spannenden Projekten im XXL-Format ist der Markt für ­Speichertechnologien mächtig in Bewegung. Trotz aller Diskussionen um ­Förderprogramme und Regularien. Ein ebenso spannendes Update hält die Energy Storage Europe vom 15. bis zum 17. März in Düsseldorf bereit. Zur fünften Auflage der Konferenz haben sich gleich mehrere Akteure zu einer neuen Kooperation zusammengeschlossen.

Gemeinsam ist man bekanntlich stärker und effektiver. Das hat sich auch die Messe ­Düsseldorf zu Eigen gemacht und einen ­Kooperationsvertrag mit der Europäischen ­Vereinigung für Erneuerbare Energien und der 10. ­International Renewable Energy Storage Conference geschlossen. Unterm Strich werden so zwei führende Fachkonferenzen an einem Ort geboten und die ­Märkte aus vielfältigen Blickwinkeln beleuchtet. ­Zudem findet zeitgleich auch eine Konferenz zu ­Power-to-Gas des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Instituts sowie der 9. Storage Day statt.

Alle relevanten Themen abdecken

Erwartet werden rund 3.000 Besucher aus 50 ­Ländern sowie 140 Unternehmen. Damit hat sich die Zahl der ausstellenden Unternehmen gegenüber dem ­Vorjahr glatt verdoppelt. Das neue und kompakte ­Programm der größten internationalen Konferenz zu Speichern soll allen Beteiligten und den Besuchern einen deutlichen Mehrwert bieten.

„So können wir die Inhalte besser aufeinander abstimmen und gleichzeitig alle relevanten Themen an drei Konferenztagen ­abdecken“, sagt Daniel Krauß von der Pressestelle der Messe Düsseldorf. Inhaltlich wird es in den Foren um wirtschaftliche und finanzielle Fragestellungen, die Rahmenbedingungen sowie um die Wissenschaft und gesellschaftspolitische Aspekte gehen. Erfreulich sei auch der Zuspruch von Seiten der Unternehmen, die als Aussteller und Sponsoren das Thema Speicher unterstützen. „Auch hier verzeichnen wir eine sehr positive Entwicklung, weil die Zahl der Aussteller und Besucher kontinuierlich zunimmt“, sagt Krauß.

Speicher für Fähren und Mikronetze

Dieses Bild spiegelt auch der Markt wieder. Erst vor einigen Wochen hat Leclanché einen Lithium-­Ionen-Speicher mit 13 MW an das kanadische Unternehmen Hecate Canada Storage verkauft. Das Batteriesystem wird ab Ende 2016 für Netzdienstleistungen eingesetzt. „Das ist ein wachsender Markt, weil Speichersysteme Investitionen in den Netzausbau verschieben oder minimieren und so eine Wirtschaftlichkeit entsteht“, sagt Heiko Ross, Vizepräsident ­Utilities and Grid Solution bei Leclanché.

Die Schweizer AG lässt ihre Speicher mit Lithium-Titanat und ­Lithium-Graphit-Zellen im badischen Industriepark Willstätt produzieren und hat die Fertigung auf die Produktion von maximal 1 Mio. Zellen hochgefahren. In diesem Jahr soll der Standort zum ersten Mal ­Gewinne abwerfen. Dafür hat sich das Unternehmen breit aufgestellt. Ein Schwerpunkt sind Busse und Schiffe. Für eine dänische Werft bauen die Schweizer einen Speicher mit 4,2 MWh, mit dem ab 2017 eine dänische Fähre angetrieben wird.

Ein anderer ­Schwerpunkt sind solargestützte Speicherlösungen für Eigenheime und stationäre Großspeichersysteme. Von Younicos gab es im letzten Jahr den Auftrag, ­einen Speicher mit 3,2 MWh für ein Mikronetz auf der ­Azoreninsel Graciosa zu bauen. „In Deutschland ­konzentriert sich gerade sehr viel auf den Regelenergiemarkt, um damit Geld zu verdienen“, so Ross.

Zur zweiten Seite des Artikels

Seiten

Google+