SolarWorld AG will 2016 deutlich wachsen

Frank H. Asbeck präsentiert ein bifaciales Modul aus dem SolarWorld-Programm. (Foto: Europressedienst)
Frank H. Asbeck präsentiert ein bifaciales Modul aus dem SolarWorld-Programm. (Foto: Europressedienst)
18.03.2016

Die SolarWorld AG konnte 2015 ihre Absatzmenge um 33 Prozent auf 1.159 MW (2014: 873 MW) steigern. Der Konzernumsatz wuchs im gleichen Zeitraum ebenfalls um 33 Prozent auf 763 Mio. € (2014: 573 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte der größte deutsche Solarhersteller von 1,6 Mio. € in 2014 auf 40,8 Mio. €

Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf einen Verlust von  -4,2  Mio. €., nachdem es im Vorjahr 2014 noch bei -43,8 Mio. € ohne Sondereffekte gelegen hatte.

Wachstum im High End Segment

Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Frank H. Asbeck setzt SolarWorld weiter auf seine „Hightech-Strategie und bifacialen Solarmodulen“, um das Wachstum anzukurbeln. „2016 werden wir mit innovativen Produkten weiteren Mehrwert für unsere Kunden schaffen und unsere Technologie- und Qualitätsführerschaft untermauern.“ Neu ist beispielsweise das BISUN-Solarmodul, welches auf gleicher Fläche eine 25-prozentige höhere Leistung erreicht, indem Vor- und Rückseite des Moduls genutzt werden. 2015 wurde auch die Umrüstung auf die PERC-Technologie weiter vorangetrieben. Solarworld ist nach Aussage von Asbeck der weltweit größte PERC-Hersteller.

Insgesamt, so die Planung, will SolarWorld seine Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr (2015: 1.159 MW) dieses Jahr um mehr als 20 Prozent steigern. Ende des ersten Quartals verfügt das Unternehmen bereits über einen Auftragsbestand von mehr als 800 MW. Analog zur Absatzmenge will SolarWorld den konzernweiten Umsatz 2016 ebenfalls um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 763 Mio. €) erhöhen. Ziel ist nach Aussage von Philipp Koecke, Finanzvorstand der SolarWorld AG, ein Jahresumsatz von bis zu 1 Milliarde Euro. Erstmals wieder positiv soll dann auch im unteren zweistelligen Millionenbereich das EBIT ausfallen. Bis 2020 will der vollintegrierte Solarkonzern seine Modulkapazität auf 3 GW verdoppeln.

Solarworld setzt auf USA und Europa

Mit rund 81 Prozent ist der Auslandanteil der Verkäufe gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Erfreulich entwickelt sich aus Sicht von Asbeck das US-Geschäft, wo die Fortführung der Steuervergünstigungen bis 2022 für weiteres Wachstum sorgen wird. Mit einem Absatz von 547 MW war die USA vor Deutschland mit 224 MW der größte Markt für SolarWorld.

Michael Forst

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