Solare Energiewirtschaft: EWE präsentiert Hausspeicher auf der E-World

Vom Versorger zum Dienstleister: Christian Haferkamp, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH, präsentierte in Essen erstmals das Hausspeichersystem EQOO. (Foto: EWE)
Vom Versorger zum Dienstleister: Christian Haferkamp, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH, präsentierte in Essen erstmals das Hausspeichersystem EQOO. (Foto: EWE)
13.02.2014

Dass Endkunden beim Stromversorger nur die Wahl zwischen dem normalen Strommix und einem Ökstromtarif haben, könnte der Vergangenheit angehören. Der Oldenburger Energiedienstleister EWE setzte auf der E-World in Essen jedenfalls neue Akzente – mit der Präsentation des Hauspeichersystems EQOO, das Stromkunden zu Selbstversorgern machen soll.

Hinter dem Kürzel EQOO steht eine Komplettlösung aus Photovoltaikanlage, einem Speicher mit Lithium-Ionen-Batterien und einer Monitoring-App. Mit dem auf das private Umfeld zugeschnittenen Hauskraftwerk könnten Kunden bis zu 70 % ihres Bedarfs decken, betonte Christian Haferkamp, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH, in Essen. Als Stromlieferant steht EWE dann nur noch für die verbleibenden 30 % des Strombedarfs gerade, die in der Jahresbilanz nicht durch direkt oder über den Speicher genutzten Solarstrom zu decken sind. Das Unternehmen spricht dabei von „Ergänzungsstrom“.

EWE bietet das Speichersystem EQOO in den Leistungsklassen logic , logic plus logic max. an – wobei die Oldenburger die individuelle Konfiguration beim und für den Kunden betonen. „Unsere Musterkonfigurationen geben unseren Kunden einen ersten Eindruck“, so Haferkamp. Den Preis für die kleinste Standardvariante gibt EWE mit 19.500 € an. In dieser Größenordnung kann eine KfW-Förderung im Rahmen des Programms 275 in Höhe von 3.000 € beantragt werden.

Der Einstieg des Energieversorgers in diesen Markt sei eine Reaktion auf die technisch-ökonomische Entwicklung und die Wünsche der Kunden, erklärte EWE-Vertriebsvorstand Matthias Brückmann während der E-World: „Der Markt ist reif für Hausspeichersysteme. Wir nehmen ganz deutlich wahr, dass bei den Kunden ein Bedarf besteht, und diese Nachfrage bedienen wir.“

Ralf Ossenbrink

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