PV knackt weltweit 300-GW-Marke

25.01.2017

Die Photovoltaik-Technologie setzt ihr globales Wachstum fort. Zu diesem Schluss kam der Bundesverband Solarwirtschaft im Rahmen eigener Berechnungen. PV erreicht demnach inzwischen weltweit eine installierte Gesamtkraftwerksleistung von 300 GW.

Im abgelaufenen Jahr 2016 wurden weltweit Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 70 GW zugebaut, wie der Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) mitteilte. Das sind rund 30 % mehr als in 2015. Allein die 2016 neu installierten Photovoltaik-Anlagen erzeugen rund 90 TWh sauberen Solarstrom im Jahr, wie es weiter heißt.

In China hatte die Nationale Energiebehörde (NEA) im vergangenen Jahr den Bau von 100 Kohlekraftwerken gestoppt. Im gleichen Zuge wurden etwa 34 GW an PV installiert. Mit diesem Zubau etablierte sich China als mit Abstand größter Absatzmarkt, gefolgt von den USA mit 13 GW und Japan mit 9 GW.

Grund für die Entwicklung ist nicht zuletzt die Preisentwicklung. Nach einer vom Weltwirtschaftsforum in Auftrag gegebenen Studie ist PV-Strom in mehr als 30 Ländern so günstig, dass sich die Investition ohne Förderung wirtschaftlich lohnt. Auch das Fraunhofer ISE kam in einer Studie 2015 zu dem Schluss, dass PV in weiten Teilen der Welt bald die günstigste Energiequelle sein wird.

Die Kohle leidet unter dieser Entwicklung. Dies zeigt nicht nur die Entwicklung in China. „Die Entscheidung für Solarenergie basiert längst nicht mehr allein auf dem Klimaschutz. Zunehmend fällt die Investitionsentscheidung vorrangig aus wirtschaftlichen Erwägungen“, betont Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Das Risiko für gestrandete Investments in Kohlekraftwerke steigt. Ihnen droht die Unwirtschaftlichkeit, da an einer Einpreisung ihrer immensen Klimafolgekosten kein Weg vorbei führt. Gleichzeitig steht Solarstrom schon jetzt als überaus preiswerte Alternative bereit.“

Philipp Kronsbein / BSW-Solar

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