Die neue Speicherförderung steht

Die bundeseigene KfW-Bankengruppe ist weiter Ansprechpartner für Speicher-Interessenten. (Foto: dpa)
Die bundeseigene KfW-Bankengruppe ist weiter Ansprechpartner für Speicher-Interessenten. (Foto: dpa)
19.02.2016

Angekündigt war die Neuauflage des Speicherförderprogramms schon Ende 2015, aber die Ausgestaltung ließ auf sich warten. Nun hat das Bundeswirtschaftsministerium Details bekanntgegeben. Start ist am 1. März, die Laufzeit beträgt knapp drei Jahre.

Die finanzielle Förderung von Solarstromspeichern bleibt bei der bundeseigenen KfW-Bankengruppe. Den Zuschuss legt die Politik degressiv an: Zunächst und bis Ende Juni dieses Jahres erhalten Antragsteller 500 € je kW und somit 25 % der förderfähigen Kosten. Jedes halbe sinkt der Zuschuss, in der letzten Stufe wird er noch 10 % der förderfähigen Kosten betragen, bis das Programm Ende 2018 ausläuft.

Zwei Anforderungen aus dem alten Förderprogramm werden verschärft: Zum einen muss der geförderte Betreiber die Wirkleistung seiner netzgebundenen PV-Anlage auf 50 statt 60 % begrenzen. Zum zweiten gewährt die KfW-Bankengruppe nur für Speichersysteme einen Zuschuss, deren Hersteller eine Zeitwertersatzgarantie von 10 Jahren auf die Batterie gewähren. Die Förderbedingungen zeigen, welche Entwicklungen erwartet werden: Sinkende Preise für Speicher, mehr Eigenverbrauch und höhere Qualität und Lebensdauer der Batterien.

In einer Stellungnahme begrüßt der BSW-Solar die neue Speicherförderung. Der Verband rechnet mit ähnlichen Investitionsanreizen wie beim Vorgängerprogramm. Laut BSW-Solar konnten dank der staatlich unterstützen Markteinführung 2015 ca. 17.000 Speicher im Markt abgesetzt werden, insgesamt seit 2013 etwa 30.000, so die Schätzung des Verbands. Der BSW-Solar bedauert die Begrenzung des Fördervolumens auf insgesamt 30 Mio. €. Für den Fall, dass die Mittel vor Ende des Programms versiegen, kündigt der Verband an, sich für deren rechtzeitige Aufstockung einzusetzen.

Ralf Ossenbrink/BSW-Solar

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